DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W120-140-12 VITSL dichtet rotierende Wellen mit 120 mm Durchmesser bei anspruchsvollen thermischen Bedingungen gegen Schmierstoffaustritt ab.
Der Wellendichtring W120-140-12 VITSL dient als Radial-Wellendichtung für rotierende Wellen mit 120 mm Durchmesser, 140 mm Gehäusebohrung und 12 mm Einbaubreite. Das Bauteil besteht aus Fluorkautschuk (FKM/Viton) und deckt einen weiten Temperaturbereich von -15 bis +200 Grad ab. Die integrierte Zugfeder aus rost- und säurebeständigem Stahl unterstützt den Dichtsitz auf der Welle. Konstrukteure und Instandhalter greifen auf diese Ausführung zurück, wenn Standardwerkstoffe thermisch oder chemisch an ihre Grenzen stoßen.
Der Wellendichtring W120-140-12 VITSL eignet sich für Lagerstellen in Baugruppen mit anspruchsvollen Umgebungsbedingungen und hohen Betriebstemperaturen. Er dichtet Schmierstoffe bei einem Systemdruck von maximal 0,5 bar ab. Gleichzeitig hält die integrierte Staub- und Schutzlippe abrasive Partikel sowie Verunreinigungen von außen fern. Typische Einsatzgebiete umfassen rotierende Wellen und Wellendurchführungen, bei denen synthetische Öle oder erhöhte Reibungswärme auftreten.
Der Werkstoff FKM (Viton) zeichnet sich durch Beständigkeit gegenüber aggressiven Ölen und Dauertemperaturen bis +200 Grad aus. Die Kautschukummantelung am Außenmantel gleicht thermische Ausdehnungen zwischen Gehäuse und Dichtring aus. Sie dichtet auch bei leichten Oberflächenrauheiten in der Gehäusebohrung ab. Die Zugfeder aus säurebeständigem Edelstahl behält ihre Spannkraft selbst bei korrosiven Einflüssen bei, was den konstanten Kontakt der Dichtlippe zur Lauffläche unterstützt.
Der Wellendichtring weist einen Innendurchmesser von 120 mm für den Wellensitz, einen Außendurchmesser von 140 mm für die Gehäusebohrung sowie eine Gesamtbreite von 12 mm auf. Diese standardisierten Nennmaße ermöglichen einen gezielten Austausch in bestehenden Konstruktionen. Vor dem Einbau sind stets Wellendurchmesser und Gehäuseabmessungen abzugleichen.
Das Elastomer FKM (Viton) deckt einen Temperatureinsatzbereich von -15 bis +200 Grad ab. Dadurch eignet sich der Ring für Anwendungen, bei denen durch Reibung oder heiße Medien erhöhte thermische Belastungen entstehen. Standardmäßige Dichtwerkstoffe wie NBR erreichen bei diesen Temperaturen meist ihre thermische Belastungsgrenze.
Die Schutzlippe, auch Staublippe genannt, schirmt die primäre Dichtkante vor Schmutz, Staub und Feuchtigkeit von außen ab. Während die Hauptdichtlippe das Austreten von Öl oder Fett verhindert, bildet die Schutzlippe eine vorgeschaltete Barriere. Dies verringert den abrasiven Verschleiß an der Kontaktfläche der Welle.
Dieser Wellendichtring ist für drucklose Systeme oder geringe Überdrücke bis maximal 0,5 bar ausgelegt. Bei höheren Betriebsdrücken verformt sich die flexible Dichtlippe, was zu Undichtigkeiten oder vorzeitigem Verschleiß führen kann. Für druckbeaufschlagte Systeme abseits dieses Grenzwerts sind spezielle Druckdichtringe erforderlich.
Die Feder aus rost- und säurebeständigem Stahl trägt dazu bei, dass die radiale Vorspannung der Dichtlippe auch bei Kontakt mit aggressiven Medien oder Feuchtigkeit erhalten bleibt. Gewöhnlicher Federstahl kann unter korrosiven Bedingungen oxidieren. Das Edelstahlmaterial bewahrt die mechanische Spannkraft über den gesamten Temperaturbereich der Dichtung.
Ein elastomerummantelter Außendurchmesser dichtet die Gehäusebohrung gegen statischen Flüssigkeitsdurchtritt ab, selbst bei feinen Bearbeitungsspuren oder geteilten Gehäusen. Zudem gleicht der Kautschuk unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen Dichtring und Gehäusewerkstoff aus. Dies erleichtert die zentrierte Montage und schont die Aufnahmebohrung beim Einpressen.
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