DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W90-110-10 BA dichtet rotierende Wellen mit 90 mm Durchmesser bei 110 mm Gehäusebohrung und 10 mm Breite ab.
Der Wellendichtring W90-110-10 BA fungiert als Radial-Wellendichtung für industrielle Anwendungen. Das Bauteil dichtet rotierende Wellen gegen das Austreten von flüssigen Schmierstoffen ab. Dank des Werkstoffs NBR deckt der Dichtring einen Temperaturbereich von -30 bis +100 Grad ab. Die integrierte Zugfeder aus unlegiertem Stahl unterstützt den gleichmäßigen Anpressdruck der Dichtlippe auf der Gegenlauffläche.
Diese Bauform dichtet Schmierstoffe an rotierenden Wellen im Gehäuseinneren ab und widersteht Betriebsdrücken von bis zu maximal 0,5 bar. Das Material Perbunan zeigt eine gute Beständigkeit gegenüber mineralölbasierten Schmierfetten und Schmierölen. Da diese Ausführung ohne Schutzlippe konstruiert ist, entstehen im laufenden Betrieb geringere Reibungsverluste als bei Varianten mit zusätzlicher Staublippe.
Die elastomere Außenummantelung erleichtert das Einpressen in die Gehäuseaufnahme. Auch bei thermischer Ausdehnung oder herstellungsbedingter Oberflächenrauheit der Gehäusebohrung unterstützt der Kautschukmantel einen dichten Sitz im Gehäuse. Eine sorgfältige Handhabung bei der Montage schützt das Bauteil: Welle und Dichtkante vorab leicht einölen und die Dichtlippe nicht über scharfe Kanten führen.
Mit 90 mm Innendurchmesser für die Welle, 110 mm Außendurchmesser für die Gehäusebohrung und 10 mm Breite ist die Dichtung präzise dimensioniert. Diese Hauptabmessungen bestimmen den passgenauen Sitz im Gehäuse. Vor dem Einbau empfiehlt sich der Abgleich des vorhandenen Bauraums mit diesen Maßangaben.
Werkstoffe aus NBR (Perbunan) decken einen Einsatzbereich von -30 bis +100 Grad ab. Innerhalb dieses Temperaturfensters behält der Dichtring seine elastischen Eigenschaften und die erforderliche Flexibilität an der Dichtlippe. Für Heißanwendungen oberhalb von 100 Grad sind alternative Werkstoffe erforderlich.
Ausgelegt ist das Bauteil für drucklose Systeme sowie geringe Überdrücke bis maximal 0,5 bar. Höhere Druckbelastungen können die Dichtlippe verformen und den Verschleiß beschleunigen. Für Anwendungen mit höherem Betriebsdruck sind entlastende konstruktive Maßnahmen oder spezielle Druckausführungen vorzusehen.
Gefertigt aus unlegiertem Stahl umschließt die Feder die Dichtlippe und übt eine gleichmäßige Radialkraft auf die Wellenoberfläche aus. Sie unterstützt den mechanischen Anpressdruck auch bei wechselnden Drehzahlen oder leichten Wellenbewegungen. Dadurch wird der stetige Kontakt zwischen Dichtlippe und Gegenlauffläche im Betrieb gefördert.
Ohne zusätzliche berührende Schutzlippe dient der Dichtring vorrangig dem Zurückhalten von Schmierstoffen aus dem Gehäuseinneren. Der Verzicht auf die Schutzlippe reduziert die Reibleistung sowie die Temperaturentwicklung an der Welle. Bei stark staubbelasteten Umgebungen empfiehlt sich eine ergänzende externe Abdichtung.
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