QJ209 -MPA Vierpunktlager von FAG
QJ209 -MPA Vierpunktlager von FAG

FAG

Vierpunktlager FAG QJ209 -MPA

Technische Daten
 
Innendurchmesser
45 mm
Außendurchmesser
85 mm
Breite
19 mm
Dichtung
keine, offenes Lager
Käfig
Messingkäfig
Lagerluft
normale Radiallagerluft
Toleranzklasse
Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1
Nut(en) im Außenring
ohne Nut
Bauform
geteilter Innenring
Temperaturbereich
-30 bis +150°C
Gewicht
0,515 kg
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Vierpunktlager FAG QJ209 -MPA
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Vierpunktlager FAG QJ209 -MPA

Das Vierpunktlager QJ209 -MPA von FAG nimmt durch seinen geteilten Innenring und den Messingkäfig hohe Axialkräfte bei kompakten Abmessungen von 45x85x19 mm auf.

Das Vierpunktlager QJ209 -MPA von FAG gehört zur Gruppe der radialen Wälzlager, ist konstruktiv jedoch primär für axiale Belastungen in beiden Richtungen ausgelegt. Durch den ausgeprägten Druckwinkel stützen die Kugeln einwirkende Lasten ab. Da dieses Wälzlager ohne Dichtungen als offene Variante ausgeführt ist, lässt es sich flexibel in bestehende Schmierkreisläufe einbinden. Instandhalter schätzen die standardisierten Abmessungen für eine unkomplizierte Montage bei geplanten Wartungen oder akutem Reparaturbedarf.

Unter welchen Betriebsbedingungen bewährt sich das Vierpunktlager QJ209 -MPA?

Diese Bauform kommt vor allem dort zum Einsatz, wo Axialkräfte in wechselnder Richtung auftreten und der vorhandene Bauraum für zwei getrennte Schrägkugellager nicht ausreicht. Häufig fungiert die Konstruktion als reines Axiallager, wobei der Außenring radial freigestellt wird, damit Querkräfte von einem separaten Radiallager getragen werden. Die Fertigung nach Toleranzklasse P0 (ABEC 1) unterstützt dabei einen gleichmäßigen Rundlauf bei industriellen Standardanforderungen.

Welche Funktion haben der geteilte Innenring und der Messingkäfig?

Die zweiteilige Ausführung des Innenrings ermöglicht die Unterbringung einer hohen Kugelanzahl, was die axiale Tragfähigkeit dieser Baureihe begründet. Zudem lassen sich Außenring mit Kugelabschnitt und die beiden Innenringhälften separat montieren, was den Einbau auf der Welle erleichtert. Der geführte Messingkäfig (MPA) dient auch bei Vibrationen der Führung der Wälzkörper. In Verbindung mit dem thermischen Einsatzbereich von -30 bis +150 Grad eignet sich die Kombination für anspruchsvolle thermische Bedingungen.

Welche Abmessungen hat das Vierpunktlager QJ209 -MPA?

Mit einer Bohrung von 45 mm, einem Außendurchmesser von 85 mm und einer Baubreite von 19 mm entspricht das Modell den genormten Hauptabmessungen. Es besitzt weder integrierte Dichtungen noch Haltenuten im Außenring und fügt sich maßgenau in entsprechende Gehäusesitze ein.

Welche Belastungsrichtungen nimmt ein Vierpunktlager primär auf?

Konstruktionsbedingt nimmt diese Lagerbauart sehr hohe Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Zur Aufnahme überwiegender Radiallasten eignet sich die Geometrie wegen der höheren Reibung nicht. In vielen Anwendungen wird das Lager daher gezielt als Axiallager mit radialem Spiel im Gehäuse verbaut.

Warum ist der Innenring bei dieser Bauform geteilt ausgeführt?

Der zweigeteilte Innenring gestattet das Einfüllen einer größeren Anzahl an Kugeln im Vergleich zu einteiligen Rillenkugellagern. Außerdem vereinfacht die Bauart Montage und Demontage, da Außenring samt Kugelkranz und die Innenringhälften getrennt voneinander auf Welle und Gehäuse positioniert werden können.

Für welche Temperaturen ist das Vierpunktlager QJ209 -MPA freigegeben?

Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -30 und +150 Grad. Der massive Messingkäfig und die Formstabilität der Ringe ermöglichen den Betrieb in diesem Spektrum, wobei die konkrete Grenze stets vom gewählten Schmierstoff abhängt.

Welche Bedeutung hat die Kennzeichnung der Lagerluft?

Gefertigt mit normaler Radiallagerluft (Klasse CN), deckt das Lager typische industrielle Einbausituationen ab. Bei Vierpunktlagern beeinflusst das resultierende Axialspiel das Laufverhalten direkt. Die normale Lagerluft eignet sich für Standardpassungen ohne ausgeprägte Temperaturunterschiede zwischen den Lagerringen.

Wie erfolgt die Schmierung bei einem offenen Vierpunktlager?

Die Erst- und Nachschmierung erfolgt über die umgebende Gehäusekonstruktion, da die Lagerstelle ohne Dichtungen konstruiert ist. Je nach Betriebsbedingungen eignet sich der Anschluss an ein Ölbad, ein Schmieröl-Umlaufsystem oder eine manuelle Fettnachschmierung bei entsprechend abgedichtetem Gehäuse.

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