FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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Das Vierpunktlager QJ238 -N2-MPA-C3 von FAG Wälzlager nimmt mit 190 mm Bohrung hohe Axialkräfte in beiden Richtungen bei geringem axialem Bauraum auf.
Das Vierpunktlager QJ238 -N2-MPA-C3 von FAG Wälzlager ist ein einreihiges Radial-Kugellager mit geteiltem Innenring. Durch diese Bauform nimmt das Lager bei den Abmessungen 190x340x55 mm hohe axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Da es sich um ein offenes Wälzlager handelt, erfolgt die Schmierung über das umgebende System. Der integrierte Messingkäfig führt die Kugeln auch bei thermischer Belastung formstabil. Das Lager deckt einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +150 Grad ab.
Diese Bauform kommt vorrangig dort zum Tragen, wo wechselnde oder überwiegend axiale Belastungen in beiden Richtungen auf engem axialem Bauraum auftreten. Typische Einsatzorte finden sich in Getrieben sowie Industrieanlagen, in denen das Vierpunktlager häufig als reines Axiallager fungiert. Für reine Radialkräfte sind andere Lagertypen besser geeignet. In Kombination mit einem separaten Radiallager erhält der Außenring des Vierpunktlagers oft radiales Spiel im Gehäuse, damit es ausschließlich axiale Kräfte führt.
Die Kennzeichnung N2 verweist auf zwei um 180 Grad versetzte Haltenuten im Außenring. Diese Nuten dienen dazu, den Außenring mithilfe von Sicherungsstiften im Gehäuse gegen Verdrehen zu sichern. Das Nachsetzzeichen C3 bedeutet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalluft. Diese Reserve gleicht thermische Dehnungen im Betrieb aus, wenn zwischen Innen- und Außenring ein Temperaturunterschied herrscht. Die Fertigung entspricht der Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 für Standardgenauigkeit im Maschinenbau.
Ein geteilter Innenring ermöglicht die Aufnahme einer großen Anzahl an Wälzkörpern und erlaubt das Tragen beidseitiger Axiallasten. Durch die getrennten Innenringhälften ist das Lager nicht selbsthaltend. Das erleichtert die Montage der einzelnen Komponenten auf der Welle erheblich. Die Kugeln berühren Innen- und Außenring unter Last punktuell in definierten Winkeln.
Dieses Lager weist einen Innendurchmesser von 190 mm, einen Außendurchmesser von 340 mm und eine Baubreite von 55 mm auf. Durch diese Hauptabmessungen eignet sich das Modell für kräftige Wellen in schweren Industriegetrieben und Maschinen. Berücksichtigen Sie bei der Gehäusekonstruktion stets diese Nennmaße sowie die Einpassung der beiden Haltenuten im Außenring.
Die beiden um 180 Grad versetzten Haltenuten fixieren den Außenring im Lagergehäuse. Wird das Vierpunktlager als reines Axiallager mit radialem Gehäusespiel verbaut, wirken Sicherungsstifte in den Nuten einem unerwünschten Mitdrehen des Außenrings entgegen. Dies trägt dazu bei, Gehäusesitz und Lager vor Passungsrost sowie vorzeitigem Verschleiß durch Relativbewegungen zu schützen.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft im Vergleich zur normalen Toleranzklasse. Diese zusätzliche Luft empfiehlt sich bei hohen Betriebstemperaturen oder festen Presspassungen. Erwärmt sich die Welle im Laufbetrieb stärker als das Gehäuse, dehnt sich der Innenring aus. Die C3-Lagerluft wirkt einem unzulässigen Verspannen des Lagers im Betrieb entgegen.
Als offenes Lager besitzt diese Ausführung keine integrierten Dichtscheiben. Um Schmutz und Feuchtigkeit fernzuhalten, sind externe Gehäusedichtungen erforderlich. Die Schmierung erfolgt über das Schmiersystem der Gesamtanlage mit Öl oder Fett. Der Messingkäfig ist für den Schmierstoffkontakt im Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad ausgelegt.
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