SKF
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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Das Vierpunktlager QJ211 MA von SKF nimmt mit seinen Abmessungen von 55x100x21 mm beidseitige Axialkräfte bei geringer Lagerbreite auf.
Das Vierpunktlager QJ211 MA ist ein einreihiges Schrägkugellager mit geteiltem Innenring, das axiale Belastungen in beiden Richtungen aufnimmt. SKF fertigt diese Ausführung in der Explorer-Klasse mit den Abmessungen 55 mm Bohrung, 100 mm Außendurchmesser und 21 mm Breite. Durch die Geometrie der Laufbahnen beansprucht dieses Bauteil weniger axialen Bauraum als zwei separate Schrägkugellager. Konstrukteure nutzen das offene Lager vor allem dort, wo bei schlanker Bauform eine definierte axiale Wellenführung nötig ist.
Dieses Wälzlager eignet sich für Lagerungen mit überwiegender oder reiner Axiallast in wechselnder Richtung. Häufig dient es in mehrteiligen Wellenlagerungen als reines Axiallager, wobei der Außenring radial im Gehäuse freigestellt montiert wird. In solchen Anordnungen übernimmt ein separates Radiallager die radialen Kräfte. Das Vierpunktlager QJ211 MA widersteht im Betrieb Temperaturen von -30 bis +150 Grad Celsius und eignet sich für Antriebe mit anspruchsvollen thermischen Bedingungen.
Der zweiteilige Innenring ermöglicht das Einfüllen einer großen Anzahl an Kugeln und vereinfacht Montage sowie Demontage der Wellenverbindung. Der geführte Messingkäfig (Nachsetzzeichen MA) zeichnet sich durch hohe Festigkeit aus und führt die Wälzkörper auch bei raschen Drehzahländerungen spurtreu. SKF fertigt dieses Modell mit erhöhter Präzision: Die Maßgenauigkeit entspricht der Toleranzklasse P6, während die Laufgenauigkeit nach Klasse P5 ausgeführt ist. Diese Abstimmung trägt zu einem vibrationsarmen Lauf bei.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 55 mm, einen Außendurchmesser von 100 mm sowie eine Breite von 21 mm auf. Es handelt sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben. Bei der Konstruktion der Anschlussmaße sollten die Anlageflächen im Gehäuse und auf der Welle passgenau gefertigt sein, um die volle Tragfähigkeit zu nutzen.
Durch den zweiteiligen Innenring lässt sich der Außenring samt Kugelkranz getrennt von den Innenringhälften montieren. Diese nicht selbsthaltende Bauform erleichtert den Einbau auf der Welle. Zudem erlaubt die Konstruktion einen höheren Füllgrad mit Wälzkörpern, wodurch das Lager hohe Axialkräfte in beiden Richtungen bei geringer axialer Gesamtbreite aufnehmen kann.
Diese Angaben definieren engere Toleranzstufen gegenüber der Normaltoleranz. Die Maßgenauigkeit nach Klasse P6 begrenzt Abweichungen von Bohrungs- und Außendurchmesser auf geringere Werte. Die Laufgenauigkeit nach P5 beschreibt einen besonders präzisen Rundlauf der Ringe. Beide Merkmale zusammen mindern Vibrationen im System und eignen sich für präzise geführte Wellen.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -30 und +150 Grad Celsius. Begrenzt wird dieser Bereich durch die Formstabilität der Lagerringe sowie den Messingkäfig. Da das Lager als offene Ausführung betrieben wird, bestimmt der gewählte externe Schmierstoff die tatsächliche thermische Einsatzgrenze in der praktischen Anwendung.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung keine werkseitige Fettfüllung und keine Dichtelemente. Es wird im Betrieb über die umgebende Konstruktion mit Schmieröl oder Schmierfett versorgt. Eine externe Abdichtung des Gehäuses dient dazu, das Eindringen von Schmutzpartikeln oder Feuchtigkeit abzuwehren und das Schmiermittel in der Lagerstelle zu halten.
Ein Rillenkugellager nimmt vorrangig radiale Lasten und nur moderate Axialkräfte auf. Das Vierpunktlager QJ211 MA ist dagegen gezielt für hohe Axiallasten in beiden Richtungen ausgelegt. Seine spitzenbogenförmigen Laufbahnen führen zu einem Vierpunktkontakt, wodurch das Lager zwei separate Schrägkugellager in platzsparender Bauform ersetzen kann.
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