FAG
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Das Vierpunktlager QJ307 -TVP von FAG Wälzlager nimmt bei kompakten Abmessungen von 64,802 x 80 x 21 mm hohe axiale Kräfte in beiden Richtungen auf.
Das Vierpunktlager QJ307 -TVP gehört zur Gruppe der radialen Schrägkugellager und zeichnet sich durch seine spezielle Laufbahngeometrie aus. Durch den Berührungswinkel überträgt dieses Wälzlager beträchtliche axiale Kräfte in beiden Richtungen, beansprucht axial jedoch kaum mehr Bauraum als ein einreihiges Rillenkugellager. Als offenes Lager ausgelegt, lässt es sich flexibel in bestehende Schmiersysteme einbinden. Die Fertigung erfolgt in der normalen Toleranzklasse P0/PN (entsprechend ABEC 1) mit normaler Radiallagerluft.
Konstrukteure wählen diese Bauart vor allem für Anwendungen, bei denen überwiegend axiale Belastungen auftreten und der axiale Bauraum begrenzt ist. Häufig fungiert das Lager als reines Axiallager in Kombination mit einem separaten Radiallager. In Industrieanwendungen dient es der axialen Führung der Welle in beiden Richtungen. Bei reinem Axialeinsatz erhält der Außenring im Gehäuse radiales Spiel, damit keine unerwünschten Radialkräfte auf die Kugelreihen wirken.
Die Ausführung mit geteiltem Innenring ermöglicht eine getrennte Montage: Außenring mit Kugelkranz und die beiden Innenringhälften lassen sich unabhängig voneinander auf Welle und Gehäuse aufbringen. Der formstabile Polyamidkäfig (Nachsetzzeichen TVP) führt die Kugeln geräuscharm und verringert das Lagergewicht. Das Bauteil ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt. Da der Außenring ohne Nut ausgeführt ist, erfolgt die Fixierung im Gehäuse über plane Anlageschultern.
Dieses einreihige Radial-Kugellager nimmt durch seine vier Berührungspunkte axiale Lasten in beiden Richtungen auf. Es besitzt eine Bohrung von 64,802 mm, einen Außendurchmesser von 80 mm und eine Breite von 21 mm. Der geteilte Innenring sowie der Polyamidkäfig vereinfachen die Montage und sorgen für einen leisen Lauf.
Der zweiteilige Innenring erlaubt das Einbringen einer größeren Anzahl an Wälzkörpern, was die axiale Tragfähigkeit steigert. Zudem ist das Lager dadurch nicht selbsthaltend aufgebaut. Außenring samt Kugelkranz und die beiden Hälften des Innenrings lassen sich separat montieren, was den Einbau in enge Gehäuse erleichtert.
Das Nachsetzzeichen TVP kennzeichnet einen Polyamidkäfig, der auf den Kugeln geführt wird. Dieser Käfigwerkstoff zeichnet sich durch geringe Reibung und ein niedriges Eigengewicht aus. Der zulässige Betriebsbereich für diese Ausführung liegt zwischen -20 und +120 Grad.
Als offenes Lager besitzt das QJ307 -TVP keine integrierten Dichtscheiben. Diese Konstruktion eignet sich für Lagerstellen, die über ein externes Öl- oder Fettsystem geschmiert werden. Schmierstoffe können ungehindert zirkulieren und Wärme abführen. Um das Eindringen von Schmutz zu verhindern, ist eine wirksame Gehäuseabdichtung erforderlich.
Das Lager ist mit normaler Radiallagerluft gefertigt, die für übliche Passungsverhältnisse und Standard-Betriebstemperaturen ausgelegt ist. Die Maß- und Laufgenauigkeit entspricht der Toleranzklasse P0 beziehungsweise PN, was der Einstufung ABEC 1 gleicht.
Vierpunktlager können prinzipiell begrenzte radiale Belastungen tragen, sind jedoch primär für hohe axiale Kräfte in beiden Richtungen konstruiert. Treten hohe Radiallasten auf, empfiehlt sich die Kombination mit einem separaten Radiallager, wobei der Außenring des Vierpunktlagers radial freigestellt wird, um eine reine Axialführung zu erreichen.
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