NKE
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Das Vierpunktlager QJ322 -N2-MPA von NKE Steyr nimmt mit den Maßen 110x240x50 mm hohe Axialkräfte in beiden Richtungen auf.
Das Vierpunktlager QJ322 -N2-MPA ist ein spezialisiertes Wälzlager für Industrieanwendungen mit kombinierten Belastungen. Diese Bauart nimmt vorwiegend hohe axiale Kräfte in beiden Richtungen auf und beansprucht axial weniger Bauraum als zwei separate Schrägkugellager. NKE Steyr fertigt das Lager mit den Hauptabmessungen 110 mm Bohrung, 240 mm Außendurchmesser und 50 mm Breite. Für Montage und Wartung bietet diese Ausführung praktische Vorteile, da sich die Lagerringe bei der Installation getrennt voneinander einbauen lassen.
Die Konstruktion eignet sich für Lagerungsanordnungen, bei denen hohe axiale Führungskräfte bei axial begrenztem Bauraum aufgenommen werden müssen. Der Einsatz erfolgt vorwiegend bei Wellenlagerungen mit wechselnder Axialkraftrichtung. Häufig dient das Wälzlager als reines Axiallager in Kombination mit einem separaten Radiallager. Erhält der Außenring im Gehäuse radiales Spiel, leitet das Lager ausschließlich axiale Schubkräfte ab. Das unterstützt die axiale Führung und trägt dazu bei, Verspannungen im Antriebsstrang zu vermeiden.
Die Kennzeichnung N2 verweist auf zwei Haltenuten am Außenring dieser Sonderausführung. Diese Nuten dienen dazu, den Außenring mithilfe von Haltestiften oder Passkörpern gegen Verdrehen im Gehäuse zu sichern. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn der Außenring mit radialem Spiel montiert wird. Mit der Toleranzklasse P0 (entsprechend PN beziehungsweise ABEC 1) entspricht das Bauteil der Normaltoleranz für den allgemeinen Maschinenbau. Vor der Montage sind die Anschlussmaße sowie die axiale Abstützung der Lagerringe abzustimmen.
Das Lager weist eine zylindrische Bohrung von 110 mm, einen Außendurchmesser von 240 mm und eine Baubreite von 50 mm auf. Diese Maße entsprechen den genormten Hauptabmessungen dieses Wälzlagers. Vor dem Einbau empfiehlt sich der Abgleich der Anschlussmaße von Welle und Gehäusebohrung mit diesen Dimensionen.
Der Außenring verfügt über integrierte Haltenuten als Verdrehsicherung im Gehäuse. Greifen passende Haltestifte oder Passkörper in die Nuten ein, bleibt der Außenring in Umfangsrichtung arretiert. Diese Fixierung kommt zum Tragen, wenn das Lager als reines Axiallager mit radialem Gehäusespiel eingesetzt wird.
Vierpunktlager sind konstruktiv dafür ausgelegt, überwiegend hohe axiale Kräfte in beiden Richtungen aufzunehmen. Durch die spezifische Laufbahngeometrie übertragen die Kugeln Axiallasten unter einem definierten Berührungswinkel. Geringe radiale Lastanteile sind zulässig, häufig erfolgt jedoch die Kombination mit einem separaten Radiallager.
Das Lager ist in der Toleranzklasse P0 gefertigt, die auch als Normaltoleranz (PN) oder ABEC 1 bezeichnet wird. Diese Klasse deckt die regulären Anforderungen an Maß- und Rundlaufgenauigkeit im Maschinenbau ab. Für Standardanwendungen bietet diese Einstufung die definierte Passgenauigkeit nach Norm.
Der geteilte Innenring ermöglicht die Aufnahme einer größeren Anzahl an Wälzkörpern, was die axiale Tragfähigkeit begünstigt. Zudem erleichtert diese zweiteilige Bauform die Montage, da sich Außenring und Innenringhälften separat auf Welle und Gehäuse montieren lassen. Die beiden Innenringhälften sind stets als zusammengehörige Einheit zu verwenden.
Als offenes Lager erfordert die Ausführung ein Schmiermittel, das auf die Einsatzbedingungen und Drehzahl abgestimmt ist. Je nach Konstruktion eignen sich Fett- oder Ölschmierungen. Die umgebende Gehäusekonstruktion sollte mit einer externen Abdichtung versehen sein, um das Lager vor Verunreinigungen und Schmiermittelverlust zu schützen.
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