SKF
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Das Toroidalrollenlager C2211 KTN9/C3 von SKF vereint 55 mm Kegelbohrung, C3-Lagerluft und P5-Präzision für anspruchsvolle Loslagerungen im Maschinenbau.
Das Toroidalrollenlager C2211 KTN9/C3 von SKF fungiert als kompaktes Loslager, das winklige Fluchtungsfehler und axiale Längenausdehnungen der Welle rein intern ausgleicht. Mit den Hauptabmessungen 55 mm Bohrung, 100 mm Außendurchmesser und 25 mm Breite nimmt diese Bauform ausschließlich radiale Belastungen auf. Ein integrierter Polyamidkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm. Als offenes Lager ist die Konstruktion für den Einsatz im Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt.
Konstrukteure nutzen dieses Wälzlager vor allem in Kombination mit einem Pendelrollenlager auf der Festlagerseite. Typische Einsatzbereiche sind Lagerungsanordnungen im allgemeinen Maschinenbau, bei denen axiale Wärmedehnungen der Welle das Gesamtsystem beanspruchen. Da die Innengeometrie die axiale Verschiebung reibungsarm aufnimmt, reduzieren sich unerwünschte Zwangskräfte auf das Gehäuse. Die Fertigung nach Toleranzklasse P5 unterstützt zudem einen ruhigen Lauf bei erhöhten Genauigkeitsanforderungen.
Die konische Innenbohrung im Kegelverhältnis 1:12 ermöglicht eine präzise Montage auf kegeligem Wellensitz oder mittels Spannhülse. Beim Aufschieben verringert sich das Radialspiel, sodass sich die verbleibende Betriebsspielung exakt justieren lässt. Hierbei bietet die werkseitig erhöhte Radiallagerluft C3 wertvolle Reserven gegen thermische Ausdehnungen oder Passungsübermaße. Als offenes System erfolgt die Abdichtung sowie die Schmierstoffversorgung über die umgebende Gehäusekonstruktion.
Dieses Wälzlager kombiniert die winkelbeweglichen Eigenschaften eines Pendelrollenlagers mit der axialen Verschiebbarkeit eines Zylinderrollenlagers. Es gleicht Wellendurchbiegungen sowie thermische Längenänderungen direkt im Lager aus, ohne axiale Zwangskräfte auf das Gehäuse zu übertragen. Dadurch dient es als reines Loslager für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
Das Lager verfügt über eine konische Bohrung mit dem Grunddurchmesser von 55 mm, einen Außendurchmesser von 100 mm sowie eine Breite von 25 mm. Diese Maßreihe entspricht kompakten Industrieabmessungen und erlaubt eine problemlose Integration in genormte Lagergehäuse bei Neukonstruktionen oder Reparaturen.
Das Nachsetzzeichen K steht für die konische Bohrung mit einer Kegelsteigung von 1:12. Das Kürzel TN9 kennzeichnet einen Polyamidkäfig, der für ein geringes Trägheitsmoment sorgt. Das C3 signalisiert eine über dem Standard liegende Radiallagerluft zur Kompensation von Einpressspannungen und thermischer Dehnung.
Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad ausgelegt. Ausschlaggebend für diese Grenzwerte sind vor allem der verbaute Polyamidkäfig sowie die verwendeten Industrieschmierstoffe. Bei der Konstruktion der Lagerstelle sollten Sie diese Grenzen nicht überschreiten, um eine Beeinträchtigung des Käfigs zu verhindern.
Die Einstufung nach Toleranzklasse P5, vergleichbar mit ABEC 5, steht für engere Fertigungstoleranzen bezüglich Rundlauf, Planlauf und Maßhaltigkeit gegenüber Standardlagern. Dies begünstigt eine gleichmäßige Lastverteilung auf den Wälzkörpersatz, senkt Schwingungsneigungen und ist für Führungen mit hohen Präzisionsanforderungen ausgelegt.
Die Montage erfolgt entweder direkt auf einen kegeligen Wellenzapfen oder über eine passende Spann- beziehungsweise Abziehhülse. Während des Aufschiebens weitet sich der Innenring, wodurch sich die C3-Lagerluft kontrolliert verringert. Die verbleibende Lagerluft lässt sich während des Einbaus mit einer Fühlerlehre überprüfen.
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