KOYO
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Das Spannlager UC311 von JTEKT-KOYO führt 55-mm-Wellen zuverlässig und gleicht mit seinem balligen Außenring Fluchtungsfehler im passenden Gehäuse aus.
Das Spannlager UC311 ist ein montagefertiges Radial-Rillenkugellager von JTEKT-KOYO für anspruchsvolle mechanische Konstruktionen. Ausgestattet mit einem beidseitig verbreiterten Innenring und einem balligen Außenring sitzt die Einheit passgenau in entsprechenden Stehlager- oder Flanschlagergehäusen. Die Fertigung aus klassischem Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 verleiht dem Wälzkörpergerüst hohe Festigkeit. Bei einem Innendurchmesser von 55 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm sowie 66 mm Breite deckt dieses Bauteil mittlere bis schwere Wellenlasten im Maschinenbau zuverlässig ab.
Dieses Spannlager UC311 eignet sich vorrangig für gelagerte Wellen in Fördersystemen und industriellen Maschinenkonstruktionen. Durch die ballige Außenkontur kompensiert das Lager statische Fluchtungsfehler oder leichte Durchbiegungen der Welle, sofern ein kompatibles Gehäuse mit sphärischer Aufnahme genutzt wird. Beidseitig schleifende Dichtungen schützen das Innere vor Staub, Schmutzpartikeln und Feuchtigkeit. Zusammen mit dem stabilen Stahlblechkäfig ist das Wälzlager für Einsätze bei Umgebungstemperaturen von -20 bis +120 Grad ausgelegt.
Der beidseitig verbreiterte Innenring vergrößert die Auflagefläche auf der Welle. Dadurch neigt die Welle bei radialen Belastungen weniger zum Verkippen, was die Laufruhe unterstützt. Zwei integrierte Gewindestifte ermöglichen die direkte Klemmung auf der gezogenen Welle ohne zusätzliche Wellenmuttern oder Spannhülsen. Mit der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 entspricht das Lager den gewohnten industriellen Präzisionsanforderungen. Vor der Installation empfiehlt sich die Prüfung des Wellendurchmessers von 55 mm sowie des korrekten Anzugsmoments der Stifte.
Die Hauptabmessungen des Lagers betragen 55 mm Bohrungsdurchmesser, 120 mm Außendurchmesser und 66 mm Gesamtbreite über den Innenring gemessen. Für eine fachgerechte Montage muss der Außendurchmesser exakt zur Gehäusebohrung passen, während die Welle auf den 55 mm Innenring abgestimmt sein sollte.
Die mechanische Arretierung erfolgt über zwei integrierte Gewindestifte im Innenring. Diese Stifte werden durch Eindrehen kraftschlüssig auf den Wellenumfang gepresst. Dadurch sitzt das Lager axial und radial fest auf einer Welle mit 55 mm Durchmesser, ohne dass Passfedernuten, Absätze oder zusätzliche Spannhülsen in der Anschlusskonstruktion erforderlich sind.
Der sphärisch geformte Außenring dient dem Ausgleich von statischen Fluchtungsfehlern zwischen Welle und Gehäuse. Wenn das Lager in ein passendes Gehäuse mit kugeliger Innenfläche eingesetzt wird, kann sich die Einheit im gewissen Rahmen schrägstellen. Auf diese Weise lassen sich Fertigungstoleranzen des Rahmens oder Wellendurchbiegungen ohne schädliche Kantenpressung kompensieren.
Beidseitig schleifende Dichtungen liegen mit ihren Dichtlippen direkt am Innenring an. Sie tragen dazu bei, den Eintrag von festen Schmutzpartikeln, Staub oder Spritzwasser in die Laufbahn der Wälzkörper zu verringern. Gleichzeitig halten sie Schmierstoff im Lagerinneren zurück. Diese berührende Dichtungsvariante eignet sich besonders für Umgebungen mit mäßiger bis erhöhter Schmutzbelastung.
Das Bauteil ist für Betriebstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad spezifiziert. Die Grenzen ergeben sich aus der Wärmebeständigkeit des Standard-Wälzlagerstahls 100Cr6, des verbauten Stahlblechkäfigs und der Dichtlippen. Bei Anwendungen innerhalb dieses Temperaturbereichs behalten die Werkstoffe ihre Formstabilität und mechanische Tragfähigkeit verlässlich bei.
Diese Bezeichnung kennzeichnet die Normaltoleranz für Wälzlager nach internationalen Standards. Sie definiert zulässige Maß- und Rundlauftoleranzen für Ringe und Wälzkörper. Im industriellen Maschinenbau reicht die Genauigkeitsklasse P0 für den Großteil aller Standardantriebe und Förderanlagen völlig aus, um einen vibrationsarmen und sauberen Rundlauf zu erzielen.