FAG
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Das zweireihige Schrägkugellager 3213 -BD-XL-2Z von FAG nimmt mit 65x120x38,1 mm und 30 Grad Druckwinkel kombinierte radiale und axiale Belastungen auf.
Das Schrägkugellager 3213 -BD-XL-2Z ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer Bohrung von 65 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm sowie einer Breite von 38,1 mm. Die Konstruktion besitzt einen stabilen Stahlblechkäfig und ist werkseitig mit beidseitigen Deckscheiben (2Z) versehen. Durch die zweireihige Kugelreihenanordnung und den Druckwinkel von 30 Grad nimmt das Lager radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beide Richtungen auf. Es eignet sich für Betriebstemperaturen von -30 bis +120 Grad Celsius.
Dieses Wälzlager kommt in Konstruktionen zum Einsatz, die gleichzeitig radiale Kräfte und beidseitige Axialkräfte aufnehmen müssen, ohne dass separate Lagersätze verbaut werden. Typische Einsatzfelder finden sich in starren Wellenlagerungen mit Durchmessern von 65 mm, bei denen kombinierte Belastungen vorliegen. Dank der Ausführung mit 30 Grad Druckwinkel stützt das Bauteil Kippmomente ab. Die integrierten 2Z-Blechdeckscheiben schützen das Innere vor groben Schmutzpartikeln bei gleichzeitig geringer Reibung.
Mit der Toleranzklasse P6 (entspricht ABEC 3) bietet dieses FAG-Lager engere Fertigungstoleranzen bei Maß- und Laufgenauigkeit als die Normaltoleranz. Konstrukteure und Instandhalter sollten die Anschlussteile auf Welle und Gehäuse präzise fertigen, damit die Genauigkeitsvorteile im Betrieb wirksam werden. Die normale Radiallagerluft ist auf reguläre Passungsverhältnisse und moderate Betriebstemperaturen abgestimmt. Bei der Montage des zylindrischen Innenrings empfiehlt sich ein gleichmäßiges Ansetzen der Presskräfte, um eine Beschädigung der Laufbahnen und des Stahlblechkäfigs zu vermeiden.
Die Maße betragen 65 mm Innendurchmesser, 120 mm Außendurchmesser und 38,1 mm Gesamtbreite. Der Außenring ist in Standardform ohne Flansch oder Nut ausgeführt. Diese Dimensionen erlauben den passgenauen Einbau auf entsprechenden 65-mm-Wellen.
Der Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Wirkungslinie der Kraftübertragung zwischen Innenring, Kugeln und Außenring. Gegenüber Lagern mit kleinerem Winkel erlaubt die 30-Grad-Geometrie eine höhere axiale Belastbarkeit in beide Richtungen. Zudem verleiht der Winkel der zweireihigen Lagerung eine hohe Steifigkeit gegen auftretende Kippmomente im Betrieb.
Die Kennzeichnung 2Z steht für beidseitig angebrachte Deckscheiben aus profiliertem Blech. Diese Scheiben bilden einen berührungslosen Dichtspalt, der das Lagerinnere vor dem Eindringen von Staub und Fremdkörpern schützt. Da keine schleifende Dichtlippe anliegt, treten im Vergleich zu berührenden Dichtungen keine zusätzlichen Reibungsverluste oder hitzebedingte Drehzahlbegrenzungen auf.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich reicht von -30 bis +120 Grad Celsius. Der Werkstoff aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) und der Käfig aus Stahlblech unterstützen innerhalb dieses thermischen Fensters eine hohe Formstabilität. Für den laufenden Betrieb ist ein auf diesen Temperaturbereich abgestimmter Schmierstoff vorzusehen.
Die Einstufung nach Toleranzklasse P6 beziehungsweise ABEC 3 definiert engere Fertigungstoleranzen bei Maß-, Form- und Laufgenauigkeit als die normale Standardklasse. Dies sorgt für einen gleichmäßigeren Rundlauf, verringerte Schwingungen im Betrieb und eignet sich vor allem für präzise geführte Wellen im industriellen Einsatz.
Während einreihige Rillenkugellager vorrangig für Radialkräfte und nur begrenzte Axialkräfte konstruiert sind, nimmt das zweireihige Schrägkugellager erhebliche Axiallasten in beide Richtungen auf. Die schräg angestellten Laufbahnen der beiden Kugelreihen stützen die Welle zudem wirksam gegen Biegemomente ab, beanspruchen dabei jedoch weniger axialen Bauraum als zwei Einzellager.
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