FAG
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Das zweireihige Schrägkugellager 3206 -BD-XL-2HRS-C3 von FAG (30x62x23,8 mm) nimmt kombinierte Radial- und Axiallasten bei erhöhter Betriebstemperatur auf.
Das Schrägkugellager 3206 -BD-XL-2HRS-C3 von FAG ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit den Abmessungen 30 mm Bohrung, 62 mm Außendurchmesser und 23,8 mm Breite. Die Konstruktion überträgt Kräfte über einen Druckwinkel von 30 Grad und nimmt damit gleichzeitig radiale und beidseitig axiale Belastungen auf. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig in den Laufbahnen. Durch die Fertigung nach Toleranzklasse P6 (ABEC 3) weist die Ausführung eine erhöhte Laufgenauigkeit bei wechselnden Lastrichtungen auf.
Dieses zweireihige Wälzlager kommt in Anwendungen zum Einsatz, bei denen kompakte Baubreite und die Aufnahme kombinierter Kräfte in beiden Richtungen gefordert sind. Der Druckwinkel von 30 Grad stützt auch Kippmomente wirksam ab. In vielen Konstruktionen dient die zweireihige Ausführung als raumsparende Alternative zu zwei gegeneinander angestellten einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung, wodurch sich der Montageaufwand gegenüber getrennten Einzellagern verringert.
Die Ausführung verfügt über eine leicht erhöhte Radiallagerluft C3, die thermische Dehnungen bei Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgleicht. Dies trägt dazu bei, ein Verspannen der Wälzkörper bei festen Passungen oder Erwärmung im Betrieb zu vermeiden. Die beidseitige 2HRS-Lippendichtung schützt das Lagerinnere vor Schmutz sowie Feuchtigkeit und hält das Schmiermittel im Lagerraum zurück. Bei der Lagerauswahl ist zu berücksichtigen, dass der Außenring ohne Nut oder Flansch ausgeführt ist.
Das Wälzlager besitzt einen Innendurchmesser (Bohrung) von 30 mm, einen Außendurchmesser von 62 mm sowie eine Baubreite von 23,8 mm. Diese Maße entsprechen der metrischen Normreihe für zweireihige Lager. Dank des Außenrings ohne Flansch oder Nut lässt sich die Einheit passgenau in zylindrische Gehäusebohrungen einpassen.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen verhindert, dass sich das Lager bei Erwärmung oder durch feste Wellen- und Gehäusepassungen verspannt. Dadurch bleibt der leichte Lauf auch bei anspruchsvollen thermischen Betriebsbedingungen gewahrt.
Die beidseitig integrierte Lippendichtung dichtet den Innenraum berührend gegen das Eindringen von Staub, Schmutzpartikeln und Feuchtigkeit ab. Gleichzeitig hält sie das Schmiermittel im Lagerinneren. Dies verringert den Wartungsaufwand und schützt die Laufbahnen vor vorzeitigem Verschleiß durch externe Verunreinigungen.
Durch die zweireihige Bauweise und den Druckwinkel von 30 Grad überträgt das Lager sowohl hohe Radialkräfte als auch Axialkräfte in beiden Richtungen. Die Anordnung entspricht funktionell zwei einreihigen Schrägkugellagern, beansprucht jedoch axial weniger Bauraum auf der Welle und vereinfacht die lagestabile Führung rotierender Bauteile.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Die Werkstoffe des Standard-Wälzlagerstahls 100Cr6 sowie die Dichtungskomponenten sind für dieses Spektrum ausgelegt. Bei extremen Minustemperaturen unter -20 Grad oder Anwendungen über 150 Grad sollten Sonderausführungen geprüft werden.
Die Toleranzklasse P6 bzw. ABEC 3 definiert eine höhere Maß- und Laufgenauigkeit als die Standard-Toleranzklasse Normal. Die Fertigungstoleranzen hinsichtlich Rundlauf, Planlauf und Maßhaltigkeit fallen enger aus, was Vibrationen verringert und einen gleichmäßigen Lauf bei höheren Drehzahlen unterstützt.
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