FAG
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Das Schrägkugellager 3211 -BD-XL-TVH-C3 von FAG nimmt mit 55 mm Bohrung und zweireihiger Bauform kombinierte Radial- und beidseitige Axiallasten auf.
Beim Schrägkugellager 3211 -BD-XL-TVH-C3 handelt es sich um ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit den Hauptabmessungen 55 x 100 x 33,3 mm. FAG fertigt dieses offene Lager ohne Dichtung für Anwendungen, bei denen Radialkräfte und beidseitig wirkende Axialkräfte zusammentreffen. Der Druckwinkel von 30 Grad ermöglicht eine steife Wellenführung und stützt auch Kippmomente ab. Die zweireihige Ausführung beansprucht axial weniger Bauraum als zwei separate Einzellager.
Dieses Wälzlager kommt dort zum Einsatz, wo Wellen bei gleichzeitig auftretenden Radial- und Axialkräften präzise geführt werden müssen. Durch den Druckwinkel von 30 Grad stützt die Konstruktion axiale Kräfte in beiden Richtungen ab. Als offenes Wälzlager ohne Dichtscheiben ist die Ausführung für geschützte Bauräume mit vorhandener Öl- oder Fettschmierung konzipiert. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +120 Grad Celsius und definiert die thermischen Grenzen für den Dauerbetrieb.
Die spezifischen Kurzzeichen beschreiben maßgebliche technische Eigenschaften der Lagerausführung. Der Polyamidkäfig (TVH) führt die Wälzkörper elastisch und trägt zu geringen Reibungsmomenten bei. Mit der vergrößerten Radiallagerluft C3 bietet das Lager Ausgleichsmöglichkeiten bei thermischen Dehnungen oder festeren Passungswahlen. Die Toleranzklasse P6 (entspricht ABEC 3) weist engere Maß- und Lauftoleranzen auf als die Grundtoleranzklasse, was die Genauigkeit der Wellenführung unterstützt.
Die Hauptabmessungen betragen 55 mm Innendurchmesser, 100 mm Außendurchmesser und 33,3 mm Breite. Der Außenring ist zylindrisch ohne Flansch oder Nut ausgeführt. Diese standardisierten Abmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in entsprechend tolerierte Gehäuse und auf vorgesehene Wellensitze.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte interne Spielraum verhindert, dass das Wälzlager bei Erwärmung oder strammeren Passungen klemmt. Bei Temperaturunterschieden zwischen Innen- und Außenring bleibt das notwendige Betriebsspiel erhalten.
Das Wälzlager ist als offene Variante ohne integrierte Dichtscheiben ausgeführt. Es ist für den Einbau in geschlossene Gehäuse vorgesehen, in denen eine externe Schmierung mit Öl oder Schmierfett stattfindet. Bei der Konstruktion ist auf eine kontinuierliche Schmierstoffversorgung und eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutz zu achten.
Der Druckwinkel definiert die Kraftübertragung zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen. Ein Winkel von 30 Grad verleiht der zweireihigen Anordnung eine hohe axiale Tragfähigkeit in beiden Richtungen und ermöglicht die Aufnahme radialer Lasten. Gleichzeitig erhöht dieser Winkel die Steifigkeit der Lagerung gegenüber Kippmomenten.
Das Kurzzeichen TVH kennzeichnet einen Käfig aus dem thermoplastischen Werkstoff Polyamid. Dieser Käfigtyp zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht aus und führt die Kugeln reibungsarm im Lager. Der Werkstoff ist für den vorgegebenen Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius ausgelegt.
Die Toleranzklasse P6 (entspricht ABEC 3) definiert engere Fertigungstoleranzen für Maß- und Laufgenauigkeit als die normale Standardtoleranz. Bauteile dieser Klasse weisen geringere Toleranzbreiten bei Bohrung, Außendurchmesser und Rundlauf auf. Das unterstützt einen vibrationsarmen Lauf bei präzisen Lagerungsaufgaben.
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