FAG
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Das Schrägkugellager 3308 -BD-XL-TVH-C3 von FAG nimmt mit den Maßen 40x90x36,5 mm hohe kombinierte Radial- und Axialkräfte auf.
Das zweireihige Schrägkugellager 3308 -BD-XL-TVH-C3 von FAG entspricht im konstruktiven Aufbau zwei einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung, beansprucht axial jedoch weniger Einbauraum. Durch den Druckwinkel von 30 Grad stützt diese Lagereinheit radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beide Richtungen gleichermaßen ab. Das Bauteil besteht aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6) und erfüllt mit der Toleranzklasse P6 (ABEC 3) gehobene Anforderungen an die Lauf- und Maßgenauigkeit im Maschinenbau.
Die Konstruktion eignet sich für Lagerstellen, an denen gleichzeitig hohe Kippmomente und kombinierte Kraftrichtungen auftreten. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtungen handelt, erfordert der Einbauort eine externe Gehäuseabdichtung sowie eine Schmierstoffversorgung über Schmieröl oder Fett. Der zulässige Betriebstemperaturbereich erstreckt sich von -20 bis +120 Grad Celsius.
Das Nachsetzzeichen C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber dem normalen Lagerspiel. Dieser Spielraum wirkt Verspannungen entgegen, wenn im Betrieb Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring entstehen oder feste Passungen den Innenring dehnen. Die Wälzkörper werden in einem Käfig aus Polyamid (Kürzel TVH) geführt. Dieser Werkstoff reduziert die bewegte Masse des Käfigs und dämpft Laufgeräusche im Betrieb.
Das zweireihige Wälzlager besitzt 40 mm Innen- und 90 mm Außendurchmesser bei 36,5 mm Breite. Zwei Kugelreihen mit einem Druckwinkel von 30 Grad nehmen radiale Lasten sowie beidseitige Axialkräfte bei kompakter axialer Baubreite auf.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft. Dieser zusätzliche Freiraum gleicht betriebsbedingte Wärmeausdehnungen zwischen Innen- und Außenring aus und wirkt inneren Zwangsspannungen bei festen Passungssitzen auf der Welle entgegen.
Das Nachsetzzeichen TVH verweist auf einen Käfig aus Polyamid. Dieser thermoplastische Kunststoff zeichnet sich durch elastische Materialeigenschaften und ein geringes Eigengewicht aus, was zu einer geräuscharmen Führung der Wälzkörper im Betrieb beiträgt.
Die offene Lagerausführung besitzt keine werkseitig integrierten Dichtungen. Um das Lagerinnere vor dem Eindringen von Fremdkörpern sowie Feuchtigkeit zu schützen und den Schmierstoff in der Lagerstelle zu halten, ist eine externe Gehäuseabdichtung erforderlich.
Die Toleranzklasse P6 definiert engere Fertigungstoleranzen hinsichtlich Maß-, Form- und Laufgenauigkeit im Vergleich zur Normaltoleranz. Diese Einstufung ist auf Anwendungen abgestimmt, bei denen ein präziser Rundlauf und ein gleichmäßiger Lauf der Kugeln erforderlich sind.
Der zulässige Betriebsbereich erstreckt sich von -20 bis +120 Grad Celsius. Diese Grenzen werden durch die thermischen Eigenschaften des Standard-Wälzlagerstahls sowie die Beständigkeit des Polyamidkäfigs vorgegeben.
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