SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3312 A/C3 von SKF (60x130x54 mm) nimmt radiale sowie beidseitig axiale Belastungen bei erhöhter C3-Lagerluft auf.
Das Schrägkugellager 3312 A/C3 von SKF ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 mit einem Druckwinkel von 30 Grad. Durch seinen konstruktiven Aufbau überträgt das Bauteil gleichzeitig Radialkräfte und Axialkräfte in beide Richtungen. Mit den Hauptabmessungen von 60 mm Bohrung, 130 mm Außendurchmesser und 54 mm Breite bietet diese Ausführung eine kompakte Einheit. Ein stabiler Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper zwischen den Laufbahnen, wodurch das Lager für einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt ist.
Dieses zweireihige Wälzlager kommt in Konstruktionen zum Einsatz, die kombinierte Radial- und Axiallasten bei hoher Steifigkeit verlangen. Typische Einsatzfelder finden sich an Wellenlagerungen, an denen Führungen axial in beide Richtungen erforderlich sind. Gegenüber zwei separaten einreihigen Schrägkugellagern spart die zweireihige Bauart axialen Bauraum ein. Da es sich um ein offenes Lager ohne Dichtungsscheiben handelt, arbeitet es in geschlossenen Gehäusen mit externem Schmiersystem.
Die Ausführung weist die engere Toleranzklasse P6 (vergleichbar mit ABEC 3) auf, was eine präzise Führung im Lagersitz unterstützt. Gleichzeitig verfügt das Lager über die leicht erhöhte Radiallagerluft C3. Dieses vergrößerte Betriebsspiel gleicht thermische Längenänderungen bei Erwärmung im Betrieb sowie Einflüsse straffer Passungen auf Welle und Gehäuse aus. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus und fügt sich in glatte Gehäusebohrungen ein. Vor der Inbetriebnahme stimmen Anwender das Schmiermittel auf die jeweiligen Umgebungsbedingungen ab.
Das Lager verfügt über einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 130 mm und eine Gesamtbreite von 54 mm. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Sicherungsnut. Diese Maße ermöglichen den passgenauen Einbau in standardisierte Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Spielraum dient dazu, Spannungen im Lager bei Erwärmung im Betrieb oder durch feste Passungen im Gehäuse und auf der Welle auszugleichen. Das Betriebsspiel bleibt dadurch auch bei Betriebstemperaturen bis zu +150 Grad erhalten.
Zweireihige Schrägkugellager entsprechen funktionell zwei gegeneinander angestellten einreihigen Lagern in O-Anordnung, benötigen jedoch weniger Bauraum in axialer Richtung. Die Anordnung der beiden Kugelreihen mit einem Druckwinkel von 30 Grad erlaubt die Aufnahme von radialen Kräften sowie beidseitig wirkenden axialen Kräften.
Lager der Toleranzklasse P6, im angloamerikanischen Raum auch als ABEC 3 bezeichnet, weisen geringere Maß- und Lauftoleranzen auf als die Standardausführung. Dies führt zu einer genaueren Führung der Welle, reduziert Schwingungen im System und begünstigt einen ruhigen Lauf in anspruchsvollen Baugruppen.
Da diese Variante ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben geliefert wird, erfolgt die Schmierstoffversorgung über das umgebende Gehäuse mittels Öl oder Schmierfett. Um das Eindringen von Verunreinigungen oder das Austreten des Schmiermittels zu vermeiden, werden externe Dichtungen in die Gehäusekonstruktion integriert.
Gefertigt aus Wälzlagerstahl 100Cr6 und ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig deckt dieses Schrägkugellager Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ab. Bei der Auslegung der Lagerstelle ist darauf zu achten, dass das eingesetzte Schmiermittel ebenfalls für die auftretenden Temperaturen im Prozess geeignet ist.
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