SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3202 A-2RS1TN9/MT33 von SKF kombiniert beidseitige Lippendichtungen mit P6-Toleranzen bei kompakten Abmessungen von 15x35x15,9 mm.
Das Schrägkugellager 3202 A-2RS1TN9/MT33 von SKF nimmt als zweireihiges Wälzlager radiale Kräfte sowie beidseitige Axiallasten auf. Durch den Druckwinkel von 30 Grad stützt die Innengeometrie kombinierte Belastungen in beide Richtungen ab. SKF fertigt die Ringe und Wälzkörper aus Wälzlagerstahl 100Cr6. Zwei berührende Lippendichtungen schirmen die Laufbahnen gegen Umgebungseinflüsse ab, während die Füllung mit MT33-Sonderfett eine abgestimmte Schmierung der Kontaktzonen bereitstellt.
Konstrukteure nutzen dieses zweireihige Lager vor allem dort, wo Wellen auf engem Raum eine feste axiale Führung in beiden Richtungen benötigen. Mit der eng tolerierten Toleranzklasse P6 bzw. ABEC 3 eignet sich die Ausführung für Anwendungen mit gehobenen Ansprüchen an die Rundlaufgenauigkeit. Der leichte Polyamidkäfig unterstützt dabei ein ruhiges Abrollverhalten der Kugeln im zulässigen Temperaturbereich von -30 bis +110 Grad.
Die beidseitigen Lippendichtungen schützen das Lagerinnere vor partikulären Verunreinigungen und Feuchtigkeit. Zugleich halten die flexiblen Dichtlippen das MT33-Sonderfett im Lagerraum und wirken einem Schmierstoffaustritt entgegen. Bei der konstruktiven Auslegung sind die Anschlussmaße von 15 mm Bohrung, 35 mm Außendurchmesser und 15,9 mm Breite sowie die normale Radiallagerluft auf die Umgebungsteile abzustimmen.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 15 mm, einen Außendurchmesser von 35 mm sowie eine Gesamtbreite von 15,9 mm. Durch diese genormten Hauptabmessungen lässt sich das zweireihige Bauteil platzsparend in kompakte Bauräume integrieren, in denen einreihige Lagerpaare zu viel axialen Platz beanspruchen würden.
Der Zusatz 2RS1 beschreibt zwei beidseitig montierte, berührende Lippendichtungen aus Elastomer. Diese Dichtscheiben liegen am Innenring an und halten Schmutzpartikel sowie Spritzwasser vom Lagerinneren fern. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, das Austreten des werkseitig eingebrachten MT33-Schmierstoffs zu begrenzen.
Dieses Modell ist mit normaler Radiallagerluft gefertigt, die für übliche Betriebsbedingungen ausgelegt ist. Das Radialspiel beschreibt den freien Bewegungsspielraum der Wälzkörper zwischen den beiden Laufbahnen im lastfreien Zustand und gleicht geringfügige temperaturbedingte Ausdehnungen von Welle und Gehäuse im Betrieb aus.
Das Kürzel TN9 kennzeichnet einen Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht sowie elastische Laufeigenschaften aus, was Reibung und Laufgeräusche im Betrieb mindert. Zudem führt der Käfig die Kugeln formstabil innerhalb des zulässigen Temperaturbereichs von -30 bis +110 Grad.
Das Kürzel MT33 verweist auf eine werkseitige Füllung mit einem speziellen Schmierfett für mittlere Betriebstemperaturen. Das Schmiermittel ist auf den Temperatureinsatzbereich von -30 bis +110 Grad abgestimmt. Da das Bauteil beidseitig abgedichtet ist, verbleibt das Fett im Lager und erfordert im regulären Betrieb kein manuelles Nachschmieren.
Aufgrund der zweireihigen Ausführung und des Druckwinkels von 30 Grad nimmt dieses Wälzlager Radialkräfte und zugleich Axialkräfte aus beiden Richtungen auf. Die schräg angestellten Laufbahnen leiten die kombinierten Lasten über die beiden Kugelreihen ab, was eine starre Führung der gelagerten Welle ermöglicht.
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