SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3201 A-2ZTN9/MT33 von SKF (12x32x15,9 mm) nimmt kombinierte Radial- und Axialbelastungen in beiden Richtungen platzsparend auf.
Das Schrägkugellager 3201 A-2ZTN9/MT33 ist ein kompaktes, zweireihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6). Die Konstruktion entspricht funktionell zwei einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung, benötigt jedoch weniger axiale Einbaubreite auf der Welle. Der Aufbau eignet sich für Konstruktionen, bei denen radiale Kräfte parallel zu axialen Kräften aus wechselnden Richtungen auftreten. Beidseitige Blechdeckscheiben schützen das Lagerinnere vor Schmutzpartikeln und halten das Schmiermittel im Lagerraum.
Dieses zweireihige Wälzlager dient der Führung von Wellen mit 12 mm Durchmesser bei kombinierten Lastfällen. Durch den Druckwinkel von 30 Grad nimmt die Baueinheit neben Radialkräften auch beidseitige Axialkräfte und Kippmomente auf. Das Lager eignet sich für Baugruppen, die eine steife axiale Festlegung auf engem Raum erfordern. Die normale Radiallagerluft ist auf reguläre Betriebszustände innerhalb des zulässigen Temperaturbereichs von -30 bis +110 Grad ausgelegt.
Der verbaute Polyamidkäfig führt die Wälzkörper reibungsarm und begünstigt einen leisen, vibrationsarmen Lauf. Das Material dämpft im Vergleich zu Ganzmetallkäfigen Betriebsgeräusche ab. Dank der erhöhten Toleranzklasse P6 (vergleichbar mit ABEC 3) bietet das Lager engere Toleranzen bei Abmessungen und Rundlauf gegenüber der Normaltoleranz. Eine präzise Abstimmung der Lagersitze auf Welle und Gehäuse unterstützt die Genauigkeit dieser Ausführung.
Das Lager verfügt über einen Innendurchmesser (Bohrung) von 12 mm, einen Außendurchmesser von 32 mm sowie eine Gesamtbreite von 15,9 mm. Es besitzt einen zylindrischen Außenring ohne Flansch oder Umfangsnut und lässt sich somit bündig in zylindrische Gehäusebohrungen einpassen.
Ein Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Wirkungslinie der übertragenen Kräfte zwischen den Kugelreihen und Laufbahnen. Durch diese Neigung überträgt das Bauteil Axialkräfte in beiden Richtungen wirkungsvoll und stellt eine steife Lagerung dar, die auch leichten Kippmomenten standhält.
Die beidseitige Abdeckung schützt das Lagerinnere vor groben Verunreinigungen und Berührung. Da Deckscheiben im Gegensatz zu schleifenden Dichtlippen berührungslos laufen, entsteht im Betrieb keine zusätzliche Reibungswärme. Das Lager behält somit seine Leichtgängigkeit über das gesamte Drehzahlband.
Der zulässige Einsatzbereich reicht von -30 bis +110 Grad Celsius. Begrenzender Faktor ist hierbei vor allem der formbeständige Polyamidkäfig, dessen Werkstoffeigenschaften für dauerhafte Betriebstemperaturen innerhalb dieses thermischen Fensters ausgelegt sind.
Die Einstufung nach Toleranzklasse P6 entspricht dem Standard ABEC 3 und kennzeichnet eine gesteigerte Fertigungspräzision gegenüber Normallagern. Maßabweichungen und Rundlauffehler fallen geringer aus, was die Rotationsgenauigkeit der gelagerten Welle begünstigt.
Ein zweireihiges Schrägkugellager vereint die Funktion eines gegeneinander angestellten Paares in einem einzigen Außen- und Innenring. Das verringert die benötigte axiale Einbaubreite im Vergleich zu zwei Einzellagern, spart Montageschritte und vereinfacht die Einstellung des axialen Lagerspiels.
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