SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3311 ATN9/C3 von SKF mit den Maßen 55x120x49,2 mm stützt kombinierte radiale und axiale Kräfte bei 30 Grad Druckwinkel ab.
Das Schrägkugellager 3311 ATN9/C3 von SKF ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Es besitzt eine Bohrung von 55 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm sowie eine Breite von 49,2 mm. Durch zwei Kugelreihen und einen Druckwinkel von 30 Grad nimmt diese Lagereinheit radiale Kräfte sowie beidseitige Axialkräfte auf. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus. Sie integrieren die offene Baueinheit direkt in geschmierte Gehäusekonstruktionen.
Das Schrägkugellager 3311 ATN9/C3 eignet sich für Lagerungsfälle, bei denen gleichzeitig radiale Belastungen und axiale Kräfte in beiden Richtungen wirken. Konstruktionen mit zwei Kugelreihen bieten eine hohe Steifigkeit auf kompaktem axialem Bauraum. Dies unterstützt Anwendungen, die präzise Wellenführungen verlangen. Da es sich um eine offene Ausführung handelt, erfordert das Lager eine saubere Einbauumgebung mit gehäuseseitiger Abdichtung. Schmieröl oder Schmierfett gelangt so ungehindert an die Wälzkörper.
Dieses Modell verfügt über eine leicht erhöhte Radiallagerluft C3. Sie wählen diese Variante, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring entstehen oder feste Passungen das Betriebsspiel verringern. Die C3-Lagerluft gleicht solche thermischen Ausdehnungen aus und trägt dazu bei, ein Verspannen der Wälzkörper zu vermeiden. Der integrierte Polyamidkäfig führt die Kugeln reibungsarm und eignet sich für Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad Celsius. Zudem erfüllt das Lager die Toleranzklasse P6 für verbesserte Laufgenauigkeit.
Mit einem Innendurchmesser von 55 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm und einer Breite von 49,2 mm entspricht das Bauteil definierten Standardmaßen. Der Außenring ist zylindrisch ohne Nut oder Flansch gefertigt. Anhand dieser festen Abmessungen planen Sie Lagersitze sowie Wellenabsätze präzise und passgenau.
Das Nachsetzzeichen C3 kennzeichnet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen mindert die Gefahr des Klemmens, falls feste Passungen das Lagerspiel einengen oder Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring auftreten. Das Betriebsspiel bleibt so im sicheren Bereich.
Ein Polyamidkäfig führt die Wälzkörper geräuscharm und zeichnet sich durch ein geringes Trägheitsmoment aus. Das elastische Material dämpft Stöße und eignet sich für Dauerbetriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad Celsius. Zudem minimiert der Werkstoff die innere Reibung zwischen Käfigtaschen und Kugeln.
Eine offene Ausführung ohne Dichtscheiben ermöglicht den ungehinderten Schmierstoffzutritt über das Maschinengehäuse, etwa durch Ölbad- oder Umlaufschmierung. Gleichzeitig erfordert diese Konstruktion externe Gehäusedichtungen, um Schmutzeintrag und Schmierstoffverlust zu vermeiden. Sie bestimmen dadurch die Schmierungs- und Abdichtungsart passend zum Gesamtsystem.
Gegenüber der Normaltoleranz bietet die Klasse P6 beziehungsweise ABEC 3 engere Fertigungstoleranzen bei Maß- und Rundlaufgenauigkeit. Das Lager läuft ruhiger und führt Wellen mit höherer Präzision. Dies empfiehlt sich für Baugruppen, bei denen ein vibrationsarmer Betrieb und präzise Führungseigenschaften gefordert sind.
Durch zwei Kugelreihen mit einem Druckwinkel von 30 Grad nimmt dieses Lager hohe Radialkräfte und beidseitig wirkende Axialkräfte auf. Konstruktiv entspricht die Einheit einem Paar einreihiger Schrägkugellager. Sie stützt axiale Führungskräfte sowie Kippmomente stabil ab und spart im Vergleich zu zwei Einzellagern axialen Bauraum ein.
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