NKE
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Das Schrägkugellager 3214 -B-TV-C3 von NKE Steyr bietet zweireihige Führung für kombinierte Lasten mit 70x125x39,7 mm und C3-Lagerluft.
Das Schrägkugellager 3214 -B-TV-C3 von NKE Steyr nimmt als zweireihiges Wälzlager gleichzeitig hohe Radialkräfte sowie Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 verfügt das Bauteil über einen Druckwinkel von 32 Grad. Die Ausführung mit 70 mm Bohrung, 125 mm Außendurchmesser und 39,7 mm Breite entspricht der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Das offene Lager ohne Dichtscheiben erlaubt eine flexible Einbindung in bestehende Schmiersysteme von Industrieanlagen.
Konstruktionen mit beidseitig wirkenden Axialkräften und begrenztem axialem Bauraum nutzen bevorzugt diese zweireihige Bauform. Durch den Druckwinkel von 32 Grad nimmt das Lager Axialkräfte zuverlässig auf und führt Wellen stabil gegen Kippmomente. Typische Einsatzfelder finden sich in Wellenlagerungen mit kombinierten Radial- und Axialbelastungen bei beengten Einbauverhältnissen. In solchen Baugruppen ersetzt die kompakte Einheit häufig gegeneinander angestellte Paare einreihiger Lager und vereinfacht den Aufbau der Lagerstelle.
Der integrierte Polyamidkäfig sorgt für einen geräuscharmen Lauf und hält die Masse der rotierenden Teile gering. In Verbindung mit dem Schmierstoff deckt das Lager einen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad ab. Die Einstufung in die Lagerluftklasse C3 bedeutet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser Spielraum gleicht betriebsbedingte Erwärmungen oder feste Passungssitze aus und trägt dazu bei, Verspannungen der Wälzkörper zu vermeiden.
Mit einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 125 mm und einer Breite von 39,7 mm entspricht die Ausführung genormten Hauptabmessungen. Der Außenring ist zylindrisch gefertigt und weist weder Befestigungsflansche noch Nuten auf. Dadurch lässt sich das Lager direkt in Standard-Gehäusebohrungen montieren.
C3 kennzeichnet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft im Vergleich zur Normaltoleranz. Dieser zusätzliche Freiraum verhindert eine unzulässige Vorspannung, wenn Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungssitze auf Welle und Gehäuse das radiale Lagerspiel im Betrieb verengen.
Ein Polyamidkäfig führt die Wälzkörper reibungsarm und dämpft Betriebsgeräusche. Durch die Elastizität des Werkstoffs bewältigt die Führung rasche Beschleunigungen und moderate Stoßbelastungen. Das Material begrenzt den zulässigen Temperaturbereich der Lagerung auf maximal +120 Grad im Dauerbetrieb.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung keine integrierten Dicht- oder Deckscheiben. Das Schmiermittel kann ungehindert zirkulieren, weshalb sich das Lager vor allem für Ölumlaufschmierungen oder zentral versorgte Fettschmiersysteme eignet. Die Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit übernimmt dabei die umgebende Gehäusekonstruktion.
Der Druckwinkel von 32 Grad ermöglicht die Aufnahme kombinierter Beanspruchungen aus Radiallasten und beidseitigen Axialkräften. Die schräg verlaufenden Laufbahnen leiten die Axialkräfte kontrolliert in die Lagerringe ab, wodurch das Lager neben reinen Führungskräften auch axiale Schubkräfte und Kippmomente abstützt.
Für den Betrieb sind Umgebungstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad spezifiziert. Ausschlaggebend für die obere Temperaturgrenze ist der Polyamidkäfig, während die Ringe und Wälzkörper aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 innerhalb dieses Bereiches eine hohe Formstabilität bewahren.
NKE AUSTRIA GmbH
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