KOYO
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Das zweireihige Schrägkugellager 5207 von JTEKT-KOYO (35x72x27 mm) nimmt hohe Radialkräfte sowie beidseitige Axialkräfte bei kompakter Baubreite auf.
Mit dem Schrägkugellager 5207 erhalten Sie ein kompaktes Wälzlager für anspruchsvolle Drehbewegungen. Die zweireihige Ausführung kombiniert die Funktion zweier spiegelbildlich angeordneter Einzellager in einem festen Verband. Durch die offene Bauart ohne Dichtscheiben eignet sich dieses Bauteil vor allem für Umgebungen, in denen ein vorhandenes Schmiersystem die Lagerstelle mit Öl oder Fett versorgt. Gefertigt aus 100Cr6-Wälzlagerstahl zeigt das Lager eine hohe Formstabilität im Temperaturfenster von -20 bis +150 Grad Celsius.
Konstruktionen mit kombinierten Belastungen profitieren von der inneren Geometrie dieses Lagers. Da die Laufbahnen beider Kugelreihen schräg zur Lagerachse verlaufen, stützt das Lager Radialkräfte und gleichzeitig beidseitige Axialkräfte ab. Typische Einsatzfelder sind Lagerungen mit kombinierten Lasten, bei denen Wellen präzise geführt werden müssen und axialer Bauraum für zwei Einzellager fehlt. So spart die zweireihige Bauform Platz und Masse.
Der Nenndruckwinkel von 30 Grad bestimmt die Kraftübertragung zwischen Wälzkörpern und Laufbahn. Dieser Winkel sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen radialer Tragfähigkeit und axialer Steifigkeit bei wechselnden Lastrichtungen. Ein formstabiler Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper beider Reihen sicher und hält den Reibungswiderstand gering. Die Ausführung mit normaler Radiallagerluft unterstützt einen vibrationsarmen Rundlauf, sofern die Lagersitze auf Welle und Gehäuse nach den Herstellervorgaben gefertigt sind.
Das Lager verfügt über eine zylindrische Bohrung von 35 mm, einen Außendurchmesser von 72 mm und eine Gesamtbreite von 27 mm. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den direkten Austausch in genormten Lagergehäusen.
Die offene Ausführung kommt ohne integrierte Dicht- oder Deckscheiben aus. Schmierstoffe können dadurch ungehindert in das Innere gelangen, was insbesondere bei Ölbad-, Umlauf- oder Nebelschmierungen erforderlich ist. Das Lager setzt eine saubere Einbauumgebung oder externe Dichtelemente wie Wellendichtringe am Gehäuse voraus, um Schmutz fernzuhalten.
Der Druckwinkel beschreibt die Neigung der Verbindungslinie zwischen den Berührungspunkten der Kugel und den Laufbahnen gegenüber der Radialebene. Bei 30 Grad überträgt das Schrägkugellager axiale Kräfte sehr wirkungsvoll auf die Lagerringe. Die symmetrische Anordnung beider Kugelreihen erlaubt dabei die Aufnahme von Axialkräften in beiden Richtungen.
Die normale Radiallagerluft definiert das herstellungsbedingte Radialspiel zwischen Kugeln und Laufbahnen vor dem Einbau. Dieser Standardwert ist für übliche Passungen und reguläre Betriebstemperaturen ausgelegt. Nach dem Aufpressen auf die Welle verringert sich das Radialspiel durch die Aufweitung des Innenrings auf das gewünschte Betriebsspiel.
Das Lager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit Stahlblechkäfig ist für Temperaturen zwischen -20 und +150 Grad Celsius ausgelegt. Innerhalb dieser Grenzen behält das Lagermaterial seine Maßhaltigkeit und Festigkeit. Bei der Auswahl des passenden Schmierstoffs müssen Sie darauf achten, dass dessen thermischer Einsatzbereich mit den Betriebsbedingungen der Maschine übereinstimmt.
Ein zweireihiges Schrägkugellager benötigt in axialer Richtung weniger Bauraum als zwei nebeneinander montierte einreihige Lager. Zudem entfällt das manuelle Einstellen des inneren Axialspiels oder der Lagervorspannung während der Montage, da die relative Position der Laufbahnen zueinander bereits herstellungsseitig fest aufeinander abgestimmt ist.