NACHI
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Das Schrägkugellager 7213 B von NACHI mit den Maßen 65x120x23 mm nimmt kombinierte Radial- und einseitige Axialkräfte bei 40 Grad Druckwinkel auf.
Das Schrägkugellager 7213 B von NACHI ist ein einreihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6, das speziell für kombinierte Belastungen konstruiert wurde. Mit einer Bohrung von 65 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm und einer Breite von 23 mm eignet sich dieses Lager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Durch den Fertigungswerkstoff und den Stahlblechkäfig ist die offene Konstruktion für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Der Einsatz erfolgt vorrangig dort, wo neben radialen Kräften auch axiale Führungskräfte in einer Richtung wirken.
Aufgrund des Druckwinkels von 40 Grad nimmt das Schrägkugellager 7213 B hohe Axialkräfte in einer Richtung auf und stützt gleichzeitig radiale Lasten ab. Die Bauform eignet sich für Lagerungsanordnungen mit kombinierten Belastungen, bei denen Wellen unter einseitiger Schubbelastung präzise geführt werden müssen.
Weil es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, dient eine externe Schmierstoffzufuhr über Öl oder Fett der Reibungsminderung. Der formstabile Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig in der Laufbahn und erlaubt thermische Beanspruchungen bis 150 Grad.
Der Buchstabe B in der Kennzeichnung steht für einen Druckwinkel von 40 Grad. Dieser Kontaktwinkel erhöht die axiale Tragfähigkeit gegenüber Lagern mit kleineren Winkeln, erfordert jedoch eine ständige Mindestaxiallast oder eine paarweise Anstellung gegen ein zweites Lager zur Gegenführung.
Bei der Konstruktion sind die normale Radiallagerluft und die Toleranzklasse P0 (ABEC 1) zu berücksichtigen. Da der Außenring weder Flansch noch Nut aufweist, erfolgt der Einbau in einer zylindrischen Gehäusebohrung.
Das Wälzlager besitzt einen Innendurchmesser von 65 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm und eine Breite von 23 mm. Diese genormten Hauptabmessungen ermöglichen den direkten Austausch in Maschinenkonstruktionen, die auf die Baureihe 7213 mit Standardabmessungen ausgelegt sind.
Der Druckwinkel beschreibt die Schräglage der Kontaktlinie zwischen Kugel und Laufbahn gegenüber der Radialebene. Mit 40 Grad nimmt das Lager vergleichsweise große Axialkräfte in einer Belastungsrichtung auf. Für wechselnde Axiallasten werden zwei solche Lager spiegelbildlich gegeneinander angestellt montiert.
Als offenes Lager ohne herstellerseitige Dichtscheiben erfordert dieses Modell eine externe Abdichtung der Gehäuseumgebung. Die Schmierung erfolgt je nach Konstruktionsvorgabe über ein Schmierfett oder ein Ölbad, wobei der Wälzlagerstahl und der Stahlblechkäfig Schmierstoffe im Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad führen.
Einreihige Ausführungen nehmen Axialkräfte konstruktionsbedingt nur in einer Richtung auf. Bei reiner Radialbelastung entsteht im Lager eine innere Axialkraft, die durch eine entsprechende Gegenkraft abgefangen werden muss. Daher stellt man in Wellenlagerungen häufig ein zweites Schrägkugellager in O- oder X-Anordnung entgegen.
P0 beziehungsweise ABEC 1 kennzeichnet die normale Standardtoleranz für Maß- und Rundlaufgenauigkeit nach internationalen Wälzlagernormen. Diese Genauigkeitsklasse reicht für industrielle Standardanwendungen und Antriebe aus, ohne übermäßige Anforderungen an die Fertigungstoleranzen der umgebenden Welle oder des Gehäuses zu stellen.
Das Lager ist für einen Dauerbetrieb zwischen -20 und +150 Grad ausgelegt. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Käfig aus Stahlblech bewahren in diesem Fenster ihre Formstabilität. Bei der Betriebsauslegung sollte das gewählte Schmiermittel für dieselben thermischen Grenzwerte freigegeben sein.
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