KOYO
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Das Schrägkugellager 7204 BG von JTEKT-KOYO mit den Maßen 20x47x14 mm nimmt einseitige Axialkräfte sowie radiale Lasten auf.
Das Schrägkugellager 7204 BG ist ein einreihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer Bohrung von 20 mm, einem Außendurchmesser von 47 mm und 14 mm Breite. Durch die versetzten Laufbahnen von Innen- und Außenring nimmt die Konstruktion gleichzeitig radiale und einseitig axiale Belastungen auf. Die offene Bauweise ohne Dichtscheiben ermöglicht eine direkte Schmierung über den Schmierkreislauf der Maschine. Gefertigt von JTEKT-KOYO, entspricht dieses Lager der normalen Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1.
Dieses Wälzlager kommt überall dort zum Einsatz, wo Bauteile neben Radialkräften auch definierte Axialkräfte in einer Richtung führen müssen. Typische Einsatzfelder finden sich in Lagerungen mit kombinierter Belastung, bei denen Wellen axial geführt werden. Bei einreihigen Schrägkugellagern wirkt die Axialkraft stets gegen die hohe Schulter des Außenrings. Um wechselnde Axialkräfte aufzunehmen, montieren Anwender häufig ein zweites Schrägkugellager in Gegenanordnung als passendes Gegenlager auf der Welle.
Der Druckwinkel von 40 Grad bestimmt die Kraftübertragung zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen. Ein größerer Winkel erhöht die Fähigkeit des Lagers, axiale Lasten aufzunehmen, reduziert jedoch den Anteil rein radialer Tragfähigkeit im Vergleich zu flacheren Winkeln. Bei der Auslegung sollten Sie zudem die Betriebsbedingungen berücksichtigen: Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper und eignet sich für Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad Celsius. Für den Betrieb ist eine externe Abdichtung der Lagerstelle erforderlich.
Dieses Modell besitzt einen Innendurchmesser von 20 mm, einen Außendurchmesser von 47 mm sowie eine Baubreite von 14 mm. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut. Diese Standardabmessungen erleichtern den Austausch in bestehenden Gehäusen und Wellensitzen bei Instandhaltungs- oder Reparaturarbeiten.
Die Kraftlinie verläuft unter einem Winkel von 40 Grad schräg zur Radialebene durch die Wälzkörper. Dieser steile Druckwinkel verleiht dem Lager eine gesteigerte axiale Belastbarkeit in einer definierten Richtung. Daher eignet sich die Ausführung besonders für Wellenlagerungen, bei denen deutliche Axialkräfte auf das Wälzlager einwirken.
Die offene Konstruktion ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben erlaubt den ungehinderten Schmierstoffzutritt über Ölumlaufschmierungen oder externe Fetteinspeisungen. Zudem sinkt der Drehwiderstand, da keine berührenden Dichtlippen am Innenring reiben. Die Lagerstelle muss konstruktiv durch externe Gehäusedichtungen vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Diese Spanne wird durch den Werkstoff 100Cr6 sowie den Stahlblechkäfig abgedeckt. Bei der Auslegung der Schmierung sollten Sie Schmierstoffe wählen, deren Viskosität und thermische Stabilität für die erwartete Betriebstemperatur der Anlage geeignet sind.
Die Kennzeichnung P0/PN bezeichnet die Normaltoleranz und entspricht der Klassifizierung ABEC 1. Sie definiert die zulässigen Maß- und Rundlauftoleranzen für Bohrung, Außendurchmesser und Laufgenauigkeit. Für allgemeine Industrieanwendungen bietet diese Toleranzklasse eine abgestimmte Passgenauigkeit.
Ein einreihiges Lager kann Axialkräfte konstruktionsbedingt nur in einer Richtung aufnehmen. Da jede Radiallast durch den Druckwinkel eine innere axiale Kraft erzeugt, muss die Welle durch ein zweites, entgegengesetzt angestelltes Wälzlager abgestützt werden. Üblich sind dabei paarweise Anordnungen in O-, X- oder Tandem-Konfiguration.