FAG
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Das zweireihige Schrägkugellager 3314 -C4 von FAG (70x150x63,5 mm) nimmt hohe Radialkräfte sowie beidseitige Axialkräfte bei vergrößerter Lagerluft C4 auf.
Das Schrägkugellager 3314 -C4 ist ein zweireihiges Wälzlager für kombinierte radiale und beidseitig axiale Beanspruchungen. Durch den doppelten Kugelkranz beansprucht diese Ausführung axial weniger Bauraum als zwei gepaarte Einzellager. Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper bei Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) nach Toleranzklasse P0 (ABEC 1), eignet sich dieses offene Lager für Systeme mit kontinuierlicher Ölversorgung oder externer Fettraumabdichtung.
Zweireihige Schrägkugellager dieser Baugröße übertragen gleichzeitig hohe Radialkräfte und wechselnde Axialkräfte in beiden Richtungen. Typische Einsatzfelder finden sich in Wellenlagerungen und Industrieantrieben mit hohen kombinierten Belastungen, bei denen eine starre Führung gefordert ist. Da das Lager offen konstruiert ist, müssen Gehäusedichtungen das Eindringen von Schmutzpartikeln verhindern und das Schmiermittel am Lagerplatz halten.
Die Kennzeichnung C4 weist auf eine stark vergrößerte Radiallagerluft hin, die über dem Standard und der C3-Stufe liegt. Dieser konstruktive Freiraum kompensiert thermische Ausdehnungen bei hoher Wärmeentwicklung oder starke Passungseinengungen durch feste Presssitze auf Welle und Gehäuse. Prüfen Sie vor dem Einbau, ob die Betriebstemperatur oder die Einbaupassung dieses vergrößerte Spiel erfordert, damit im laufenden Betrieb ein passendes Betriebsspiel entsteht.
Mit einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 150 mm sowie einer Baubreite von 63,5 mm lässt sich das zweireihige Wälzlager passgenau in Gehäusebohrungen und auf Antriebswellen integrieren. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und kommt ohne Flansch oder Umfangsnut aus.
Das Nachsetzzeichen C4 kennzeichnet eine stark vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Diese Ausführung beugt einem Verklemmen der Wälzkörper vor, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Wellen- und Gehäusepassungen das Lagerspiel nach der Montage reduzieren.
Zweireihige Schrägkugellager übertragen hohe Radialkräfte sowie Axialkräfte in beiden Richtungen. Die Anordnung der beiden Kugelreihen stützt zudem Kippmomente wirksam ab. Dadurch erfüllt eine einzelne Lagereinheit 3314 Führungsaufgaben, für die sonst zwei getrennte, gegeneinander angestellte einreihige Lager erforderlich wären.
Da das Lager werkseitig weder Dicht- noch Deckscheiben besitzt, erfolgt die Abdichtung über die umgebende Gehäusekonstruktion. Sie können das Lager wahlweise mit Schmierfett oder über einen kontinuierlichen Ölkreislauf schmieren. Externe Dichtringe schützen die offenen Laufbahnen vor dem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit.
Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Die Komponenten aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 sowie der temperaturbeständige Stahlblechkäfig behalten in diesem thermischen Fenster ihre Formstabilität. Bei dauerhaft höheren Temperaturen müssen Schmierstoffauswahl und Dichtungskonzepte separat an die Umgebungsbedingungen angepasst werden.
Das Wälzlager ist in der Toleranzklasse P0 (entspricht Normaltoleranz PN bzw. ABEC 1) gefertigt. Diese Genauigkeitsklasse deckt die üblichen Maß- und Lauftoleranzen für den allgemeinen Maschinenbau ab und unterstützt einen maßhaltigen Sitz auf genormten Wellen- und Gehäusesitzen.
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