NSK
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Das zweireihige Schrägkugellager 3311 BTNGC3 von NSK nimmt mit 55 mm Bohrung und 25 Grad Druckwinkel hohe Radial- und beidseitige Axialkräfte auf.
Das NSK Schrägkugellager 3311 BTNGC3 besteht aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) und ist als offenes, zweireihiges Lager konstruiert. Mit den Hauptabmessungen 55 mm Bohrungsdurchmesser, 120 mm Außendurchmesser und 49,2 mm Breite eignet sich dieses Wälzlager für kompakte Einbauräume, die gleichzeitig Stabilität gegen Kippmomente verlangen. Die Fertigung erfolgt in der Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1. Innen- und Außenring besitzen Laufbahnen, die Kräfte schräg zur Wellenachse übertragen.
Das zweireihige Schrägkugellager 3311 BTNGC3 nimmt kombinierte Belastungen aus radialen Kräften sowie beidseitig wirkenden Axialkräften auf. Mit seinem Druckwinkel von 25 Grad stützt die Konstruktion Wellen gegen axiale Verschiebungen in beiden Richtungen ab. Da die Ausführung offen und ohne Dichtscheiben konstruiert ist, benötigt die Lagerstelle eine externe Gehäuseabdichtung sowie eine gezielte Schmierstoffversorgung mit Wälzlagerfett oder Schmieröl.
Der Kennbuchstabe C3 weist auf eine leicht erhöhte Radiallagerluft hin. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen gleicht thermische Dehnungen aus, wenn zwischen Innen- und Außenring Temperaturunterschiede entstehen. Der verbaute Polyamidkäfig führt die Kugeln geräuscharm und gewichtssparend. Er ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad ausgelegt. Beachten Sie bei der Konstruktion, dass der zylindrische Außenring ohne Nut oder Flansch ausgeführt ist.
Mit einem Innendurchmesser von 55 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm und einer Gesamtbreite von 49,2 mm entspricht das Bauteil der Toleranzklasse P0 (ABEC 1). Durch den zylindrischen Außenring ohne Flansch oder Nut lässt es sich in glatte Gehäusebohrungen einsetzen.
Ein Druckwinkel von 25 Grad bewirkt eine günstige Kraftübertragung bei kombinierten radialen und axialen Belastungen. Die beiden Kugelreihen stützen axiale Führungskräfte in beide Richtungen ab und nehmen auftretende Kippmomente bei geringem Bauraum auf, vergleichbar mit zwei einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung.
Die vergrößerte Radialluft C3 gleicht thermische Ausdehnungen aus, wenn sich die Welle während des Betriebs stärker erwärmt als das Gehäuse. Das zusätzliche Lagerspiel verhindert ein zu enges Betriebsspiel bei festen Passungen und wirkt einem Klemmen der Wälzkörper entgegen.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad. Die obere Temperaturgrenze wird primär durch den Werkstoff des Polyamidkäfigs vorgegeben. Ergänzend muss das gewählte Schmiermittel für den Betrieb innerhalb dieser Temperaturspanne ausgelegt sein.
Da das Lager ohne integrierte Dichtscheiben ausgeführt ist, muss vor der Inbetriebnahme eine Schmierung mit passendem Wälzlagerfett oder Schmieröl erfolgen. Eine bauseitige Gehäuseabdichtung verhindert das Austreten des Schmierstoffs sowie das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit in das Lagerinnere.
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