NSK
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Das zweireihige Schrägkugellager 3212 B-2ZRTNG von NSK nimmt mit 60 mm Bohrung und 25-Grad-Druckwinkel hohe radiale sowie beidseitig axiale Kräfte auf.
Das Schrägkugellager 3212 B-2ZRTNG ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit zylindrischer Bohrung. Durch den konstruktiven Druckwinkel von 25 Grad stützt dieses Lager radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beiden Richtungen ab. Mit seinen Abmessungen von 60 mm Innendurchmesser, 110 mm Außendurchmesser und 36,5 mm Breite eignet sich das Modell für Bauräume, in denen zwei einreihige Lager zu viel Platz beanspruchen würden. Ein leichter Polyamidkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm.
Konstrukteure greifen zu diesem Schrägkugellager, sobald eine Lagerstelle kombinierte Lasten aufnehmen und Kippmomente abstützen soll. Die zweireihige Bauweise entspricht zwei gegeneinander angestellten einreihigen Lagern in kompakter Einheit und spart axiale Einbaulänge ein.
Typische Einsatzbereiche sind Lagerstellen mit kombinierten Radial- und Axialkräften im allgemeinen Maschinenbau. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +120 Grad Celsius. Die Ausführung ohne Nut oder Flansch am Außenring erleichtert den bündigen Einbau in zylindrische Gehäusebohrungen.
Der Polyamidkäfig reduziert das Lagergewicht und begünstigt einen geräuscharmen Lauf der Kugelreihen. In Verbindung mit der normalen Radiallagerluft eignet sich das Lager für Standard-Betriebsbedingungen ohne übermäßige thermische Ausdehnung der Welle.
Die beidseitige Abdeckung schützt das Lagerinnere vor Schmutzpartikeln und Fremdkörpern. Da Deckscheiben berührungsfrei arbeiten, entsteht im Vergleich zu schleifenden Dichtlippen keine zusätzliche Reibungswärme. Die Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 deckt die marktüblichen Genauigkeitsanforderungen im Maschinenbau ab.
Dieses Lager weist einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm und eine Breite von 36,5 mm auf. Mit diesen Maßen entspricht es der genormten Baureihe 3212. Vor dem Einbau sind der Lagersitz der Welle sowie die Gehäusebohrung auf Maßhaltigkeit zu prüfen.
Die normale Radiallagerluft bezeichnet das interne Spiel zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen im Lieferzustand. Sie ist auf übliche Passungen und reguläre Betriebstemperaturen abgestimmt. Beim Aufpressen der Ringe verringert sich das Spiel geringfügig, wodurch im Betrieb ein gleichmäßiger Lauf ohne Verspannung erhalten bleibt.
Beidseitige Deckscheiben decken das Lagerinnere gegen feste Partikel, Staub und grobe Verschmutzungen ab. Da die Deckbleche berührungslos abschließen, erzeugen sie keine zusätzliche Reibung. Diese Eigenschaft ermöglicht hohe Drehzahlen ohne nennenswerte Wärmeentwicklung. Gegen Flüssigkeiten oder Strahlwasser bieten Deckscheiben jedoch keine vollständige Barriere.
Für diese Ausführung mit Polyamidkäfig gilt ein zulässiger Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius. Polyamid zeichnet sich durch gute Dämpfungseigenschaften und geringe Massenkräfte aus. Bei dauerhaften Einsatztemperaturen oberhalb von 120 Grad Celsius empfehlen sich alternative Käfigwerkstoffe wie Messing oder Stahlblech.
Der Druckwinkel legt die Wirkungslinie der Kräfte zwischen Innenring, Außenring und den Wälzkörpern schräg zur Radialebene fest. Ein Nenndruckwinkel von 25 Grad dient der stabilen Aufnahme kombinierter Radial- und Axialkräfte. Die zweireihige Anordnung stützt Axialkräfte aus beiden Richtungen ab.
Die Einstufung in Toleranzklasse P0 (entspricht dem Standard ABEC 1) definiert die grundlegende Maß-, Form- und Laufgenauigkeit des Wälzlagers. Diese Genauigkeitsklasse genügt für die Mehrzahl industrieller Antriebe und den allgemeinen Maschinenbau, ohne dass gesonderte Präzisionspassungen erforderlich sind.
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