NSK
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Das einreihige Schrägkugellager 7317 BW von NSK (85x180x41 mm) nimmt radiale und einseitig hohe axiale Lasten auf.
Das Schrägkugellager 7317 BW ist ein offenes, einreihiges Radial-Wälzlager aus klassischem 100Cr6-Wälzlagerstahl. Dank der geometrischen Abstimmung zwischen Innen- und Außenring leitet das Bauteil axiale Kräfte in einer definierten Richtung ab. Mit einer Bohrung von 85 mm, 180 mm Außendurchmesser sowie 41 mm Breite entspricht die Konstruktion der Toleranzklasse P0 (ABEC 1). Ein geführter Stahlblechkäfig hält die Wälzkörper gleichmäßig auf Abstand.
Dieses Lager kommt vorrangig dort zum Einsatz, wo gleichzeitig Radialkräfte und ausgeprägte Axialkräfte in einer Richtung auf die Welle wirken. Weil einreihige Schrägkugellager Axiallasten nur einseitig aufnehmen, werden sie in Konstruktionen häufig gegen ein zweites Lager angestellt. Häufige Einsatzfälle sind Wellenführungen mit kombinierter Belastung. Das offene Design erlaubt eine Schmierung über den betrieblichen Öl- oder Fettkreislauf innerhalb des umgebenden Maschinengehäuses.
Der Druckwinkel bestimmt maßgeblich das Verhältnis der übertragbaren Kraftkomponenten. Bei dieser Ausführung beträgt der Nenndruckwinkel 40 Grad, wodurch das Wälzlager eine ausgeprägte axiale Belastbarkeit aufweist. Im Vergleich zu Lagern mit kleinerem Winkel ist diese Ausführung für höhere Axialkräfte ausgelegt. Bei der Auslegung ist zu beachten, dass die normale Radiallagerluft und der Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad zur jeweiligen Betriebsumgebung passen.
Die Maße betragen 85 mm Innendurchmesser, 180 mm Außendurchmesser und 41 mm Breite. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Nut. Die Fertigung erfolgt nach der normalen Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1.
Einreihige Schrägkugellager nehmen Axiallasten konstruktionsbedingt nur in einer Richtung auf. Die schräg gestellten Laufbahnen übertragen die Kräfte unter dem vorgegebenen Druckwinkel. Um eine Welle in beiden Richtungen axial zu führen, verbauen Anwender in der Regel ein zweites Gegenlager in gegensinniger Ausrichtung.
Offene Wälzlager besitzen herstellerseitig keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Diese Konstruktion eignet sich für Baugruppen, bei denen die Lagerstelle durch das Maschinengehäuse vor Schmutz geschützt ist und über ein zentrales Schmiersystem oder ein Ölbad versorgt wird. Das Schmiermittel kann ungehindert an die Laufbahnen gelangen.
Laufringe und Kugeln bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Dieses durchgehärtete Material zeichnet sich durch hohe Formstabilität unter Belastung aus. Der integrierte Käfig zur Führung der Kugelreihe ist aus gepresstem Stahlblech gefertigt, was einen leichten und dennoch formbeständigen Wälzkörperkäfig ergibt.
Das Wälzlager ist für den Einsatz bei Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Innerhalb dieses Temperaturfensters behalten die Komponenten aus Wälzlagerstahl und der Stahlblechkäfig ihre Maßhaltigkeit. Das verwendete Schmiermittel muss auf die jeweilige Betriebstemperatur abgestimmt sein.
Die normale Radiallagerluft beschreibt das standardmäßige Spiel zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen im nicht eingebauten Zustand. Nach dem Aufpressen auf Welle und Gehäuse verringert sich dieses Spiel. Bei Schrägkugellagern wird das endgültige Betriebsspiel häufig bei der Montage durch die axiale Anstellung eingestellt.
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