SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3209 A-2RS1/MT33 von SKF kombiniert radiale Tragfähigkeit mit beidseitiger Axialkraftaufnahme bei kompakten Abmessungen von 45x85x30,2 mm.
Beim Schrägkugellager 3209 A-2RS1/MT33 handelt es sich um ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit beidseitiger Berührungsdichtung. Durch die Konstruktion mit zwei Kugelreihen nimmt diese Baueinheit radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Die Ausführung entspricht zwei spiegelbildlich angeordneten einreihigen Schrägkugellagern, benötigt auf der Welle jedoch weniger axialen Bauraum. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper bei normaler Radiallagerluft.
Dieses zweireihige Schrägkugellager eignet sich für Lagerungsfälle, bei denen gleichzeitig hohe Radialkräfte und wechselnde Axialkräfte wirken. Typische Einsatzgebiete umfassen starre Wellenlagerungen und rotierende Antriebseinheiten mit kombinierten Belastungen im allgemeinen Maschinenbau. Der Druckwinkel von 30 Grad ermöglicht eine steife Lagerung, die Kippmomente wirksam abstützt. Dank des Außenrings ohne Flansch oder Nut fügt sich das Bauteil in zylindrische Gehäusebohrungen ein.
Die beidseitig montierten Lippendichtungen halten Verunreinigungen sowie Feuchtigkeit vom Lagerinneren fern und bewahren den Schmierstoff in den Kugelreihen. Dies verringert den Instandhaltungsaufwand im laufenden Betrieb. Durch die Toleranzklasse P6 (äquivalent zu ABEC 3) verfügt die Lagereinheit über engere Führungs- und Rundlaufgenauigkeiten als Standardlager. Ausgelegt für Betriebstemperaturen von -30 bis +110 Grad Celsius deckt die Konstruktion anspruchsvolle thermische Bedingungen im industriellen Alltag ab.
Mit einem Innendurchmesser von 45 mm, einem Außendurchmesser von 85 mm und einer Gesamtbreite von 30,2 mm besitzt das Lager kompakte Maße. Es handelt sich um eine zweireihige Bauform mit zylindrischer Bohrung. Der Außenring ist glatt ausgeführt, kommt ohne Haltenut oder Flansch aus und passt in zylindrisch bearbeitete Gehäusesitze.
Als berührende Dichtung schirmt die Ausführung 2RS1 das Wälzlager gegenüber Staub, Schmutzpartikeln und Spritzwasser ab. Zudem wirkt die Dichtung einem Austritt von Schmierfett aus dem Lagerinneren entgegen. Diese Variante eignet sich für Umgebungen mit Schmutzbelastung, in denen offene Schrägkugellager durch eindringende Fremdkörper frühzeitig verschleißen könnten.
Toleranzklasse P6, im internationalen Sprachgebrauch auch als ABEC 3 bezeichnet, definiert engere Fertigungstoleranzen bezüglich Maßhaltigkeit und Rundlauf als die Grundtoleranzklasse Normal. Die Welle wird dadurch präziser geführt. Das verringert Schwingungen bei höheren Drehzahlen und empfiehlt sich für Maschinenkomponenten mit höheren Anforderungen an die Laufgenauigkeit.
Mit einem Druckwinkel von 30 Grad übertragen die Kugelreihen einwirkende Kräfte schräg zur Radialebene. Dadurch nimmt das zweireihige Schrägkugellager gleichzeitig Radialkräfte und Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Zudem verleiht der 30-Grad-Winkel dem Lagersystem eine ausgeprägte Steifigkeit gegen einwirkende Kippmomente bei axial begrenztem Bauraum.
Vorgegeben ist für dieses Schrägkugellager ein zulässiger Temperaturbereich von -30 bis +110 Grad Celsius. Sowohl die Dichtungswerkstoffe als auch der Stahlblechkäfig und der Wälzlagerstahl 100Cr6 sind auf diesen Einsatzbereich abgestimmt. Bei Anwendungen nahe den Grenzwerten empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Betriebstemperatur.
Die normale Radiallagerluft kennzeichnet ein radiales Lagerspiel vor dem Einbau, das den festgelegten Standardwerten für diese Baugröße entspricht. Für gewöhnliche Betriebsbedingungen ohne extreme Wärmedehnungen der Welle oder feste Presspassungen stellt diese Lagerluftklasse die gängige Regelausführung dar.
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