SKF
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Das Rillenkugellager 6319 M/C3 von SKF kombiniert robuste Messingführung mit vergrößertem Radialspiel bei Abmessungen von 95 x 200 x 45 mm.
Das Rillenkugellager 6319 M/C3 ist ein einreihiges Wälzlager für Industrieanwendungen, die radiale Kräfte und axiale Lasten in beiden Richtungen aufnehmen müssen. Mit einer Bohrung von 95 mm, einem Außendurchmesser von 200 mm sowie einer Breite von 45 mm entspricht das Bauteil der Normaltoleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 eignet sich diese Ausführung für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius. Als offenes Lager lässt es sich flexibel in bestehende Schmierkreisläufe integrieren.
Die Baugröße kommt vor allem bei Lagerungen mit kombinierten Radial- und Axialbelastungen sowie höheren Drehzahlen zum Einsatz. Da das Lager offen konstruiert ist und über keine integrierten Dichtscheiben verfügt, dringt Schmierstoff ungehindert an die Wälzkörper. Dies begünstigt Anwendungen mit Ölbad- oder Zirkulationsschmierung. Gleichzeitig verlangt die Konstruktion ein sauberes Gehäuseumfeld oder externe Dichtsysteme, um Verunreinigungen von den Laufbahnen fernzuhalten. Die zylindrische Bohrung ermöglicht einen passgenauen Sitz direkt auf der Antriebswelle.
Das Nachsetzzeichen M verweist auf einen massiven Messingkäfig, der die Wälzkörper führt. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit sowie günstige Notlaufeigenschaften aus, was bei Vibrationen oder raschen Drehzahlwechseln vorteilhaft wirkt. Das Kürzel C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft. Dieses zusätzliche Betriebsspiel gleicht thermische Ausdehnungen bei Erwärmung im Dauerbetrieb aus. Auch stramme Passungen von Welle oder Gehäuse lassen sich montieren, ohne dass das Lager im Einsatz klemmt oder verspannt.
Dieses Wälzlager besitzt einen Innendurchmesser von 95 mm, einen Außendurchmesser von 200 mm und eine Breite von 45 mm. Der Außenring kommt ohne Nut oder Flansch aus. Vor der Montage sollten Sie den Lagersitz auf der Welle sowie die Gehäusebohrung präzise auf diese Maße abstimmen.
Das Kürzel C3 steht für eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Standardausführung. Dieser Spielraum ist sinnvoll, wenn im laufenden Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring entstehen. Dadurch dehnen sich die Bauteile aus, ohne die Wälzkörper einzuengen, was eine gleichmäßige Lastverteilung im Lager unterstützt.
Der mit dem Buchstaben M gekennzeichnete Messingkäfig bietet eine hohe mechanische Stabilität bei starker Beanspruchung. Das Material führt die Kugeln auch bei Beschleunigungen oder Vibrationen sicher in den Laufbahnen. Zudem weist Messing gute Reibungseigenschaften auf, was die Betriebssicherheit bei anspruchsvollen Bedingungen erhöht.
Da das Lager keine integrierten Dichtungen besitzt, ist vor der Inbetriebnahme eine passende Schmierstoffversorgung erforderlich. Sie können das Bauteil je nach Konstruktion mit Schmierfett befüllen oder an eine zentrale Ölschmierung anbinden. Externe Dichtelemente am Gehäuse verhindern, dass Schmierstoff austritt oder Schmutzpartikel in das Innere gelangen.
Das Rillenkugellager ist für einen Temperatureinsatz von -20 bis +150 Grad Celsius spezifiziert. Dieser thermische Rahmen ermöglicht den zuverlässigen Betrieb bei mäßiger Kälte sowie bei betriebsbedingter Erwärmung. Bei der Inbetriebnahme ist ein Schmiermittel zu wählen, das für diese Temperaturen ausgelegt ist.
Das Modell ist in der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 ausgeführt. Dies entspricht dem gängigen Industriestandard für Maß-, Form- und Laufgenauigkeit. Für die meisten Maschinen- und Getriebeanwendungen bietet diese Klassifizierung eine ausgewogene Balance zwischen präziser Wellenführung und standardisierter Fertigungsgenauigkeit.
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