NKE
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Das einreihige Rillenkugellager 6021 von NKE Steyr (105x160x26 mm) nimmt radiale sowie axiale Kräfte auf und läuft mit normaler Lagerluft.
Das Rillenkugellager 6021 ist ein offenes Wälzlager für industrielle Antriebsstränge und rotierende Wellen. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 nimmt dieses einreihige Lager radiale Lasten sowie beidseitig wirkende Axialkräfte auf. Mit einem Bohrungsdurchmesser von 105 mm, einem Außendurchmesser von 160 mm und einer Breite von 26 mm eignet sich das Bauteil vor allem für größere Maschinenkomponenten. Der Hersteller NKE Steyr fertigt das Lager in der Standard-Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1, wodurch es gängige Anforderungen im Maschinenbau abdeckt.
Konstruktionen mit kombinierten radialen und axialen Lasten nutzen dieses Rillenkugellager vorwiegend auf rotierenden Wellen in geschlossenen Baugruppen. Dank der tiefen Laufrillen nimmt das Bauteil axiale Kräfte in beiden Richtungen auf. Da es sich um eine offene Ausführung handelt, arbeitet das Lager bevorzugt in Gehäusen mit bauseits vorhandener Schmierstoffversorgung. Bei Betriebstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad behält der Wälzlagerstahl seine Formstabilität und unterstützt einen gleichmäßigen Rundlauf der Welle.
Die offene Konstruktion ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt den ungehinderten Zufluss von Schmieröl oder Schmierfett direkt an die Wälzkörper. Ein geführter Stahlblechkäfig hält die Kugeln auf gleichmäßigem Abstand und reduziert den Reibungswiderstand im Dauerbetrieb. Bei der Konstruktion ist zu berücksichtigen, dass das Rillenkugellager 6021 mit normaler Radiallagerluft gefertigt ist. Für Lagerstellen mit starker betriebsbedingter Erwärmung der Welle empfiehlt sich die vorherige Prüfung, ob diese Standardluft ausreicht oder eine vergrößerte Lagerluftausführung zweckmäßig ist.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 105 mm, einen Außendurchmesser von 160 mm und eine Breite von 26 mm auf. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus, sodass der Einbau in zylindrisch gebohrte Gehäuse erfolgt.
Offene Wälzlager besitzen weder Deck- noch Dichtscheiben, wodurch keine zusätzliche Reibung durch Dichtlippen entsteht. Der Einsatz erfolgt in geschützten Gehäusen mit externer Schmierstoffversorgung wie Ölbad- oder Umlaufschmierung. Zudem lässt sich das Lager vor der Inbetriebnahme bedarfsgerecht mit dem vorgesehenen Schmierstoff befüllen.
Normale Lagerluft, herstellerübergreifend auch als CN bezeichnet, beschreibt das radiale Spiel zwischen Außenring, Kugeln und Innenring im unverbauten Zustand. Dieses Spiel gleicht ein leichtes Aufweiten des Innenrings beim Montieren auf die Welle aus. Die Auslegung dient dazu, bei üblichen Betriebstemperaturen ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Komponenten aus 100Cr6-Wälzlagerstahl sowie der Stahlblechkäfig sind für diese Spanne ausgelegt. Für den praktischen Einsatz bestimmt primär das verwendete Schmiermittel, bis zu welcher Grenztemperatur die Lagerstelle sicher betrieben werden kann.
Toleranzklasse P0, gleichbedeutend mit PN oder ABEC 1 nach amerikanischer Norm, definiert die Standard-Genauigkeit für Maß- und Lauffehlertoleranzen. Sie deckt die Mehrheit aller klassischen Industrieanwendungen ab. Nur bei hochpräzisen Werkzeugmaschinenspindeln oder extremen Drehzahlen werden feinere Sonderklassen verlangt.
Der Käfig trennt die Wälzkörper voneinander, verhindert deren gegenseitige Berührung und steuert den gleichmäßigen Kugelabstand auf der Kreisbahn. Die Ausführung aus gestanztem Stahlblech zeichnet sich durch geringes Eigengewicht bei hoher mechanischer Festigkeit aus und widersteht den üblichen chemischen Einflüssen mineralischer Schmierstoffe.
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