SKF
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Das einreihige Rillenkugellager 6326 M/C3 von SKF bietet mit 130 mm Bohrung, Messingkäfig und C3-Lagerluft hohe thermische und mechanische Reserven.
Das einreihige Rillenkugellager 6326 M/C3 gehört zu den vielseitig einsetzbaren Radiallagern für schwere Industrieanwendungen. Durch die Ausführung als offenes Lager gelangt das Schmiermittel ungehindert an Wälzkörper und Laufbahnen. Ringe und Kugeln bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Dank des massiven Messingkäfigs führt dieses Wälzlager die Kugeln auch bei Vibrationen oder Beschleunigungskräften spurtreu. Die Toleranzklasse entspricht P0/PN beziehungsweise ABEC 1.
Dieses Wälzlager eignet sich vor allem für Lagerstellen mit kombinierten Radial- und Axialbelastungen sowie erhöhten Schwingungsanforderungen. Da das Lager offen konstruiert ist, bindet es sich direkt an vorhandene Öl- oder Fettumlaufschmierungen des Maschinengehäuses an. Das Bauteil deckt einen Betriebstemperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ab und ist für Anwendungen mit entsprechender thermischer Belastung konzipiert.
Die Kombination aus dem Kennbuchstaben M und dem Zusatz C3 bringt funktionale Reserven für anspruchsvolle Betriebszustände. Der massive Messingkäfig zeichnet sich durch hohe Festigkeit und gute Notlaufeigenschaften bei Mangelschmierung aus. Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 gleicht Maßänderungen aus, wenn sich der Innenring durch Erwärmung stärker ausdehnt als der Außenring. So bleibt das erforderliche Betriebsspiel auch unter Wärmeeinfluss erhalten und trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper zu verhindern.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 130 mm, einen Außendurchmesser von 280 mm sowie eine Breite von 58 mm. Der zylindrische Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus. Bei der Konstruktion sind diese Einbaumaße für die Passungssitze auf Welle und Gehäuse maßgeblich.
Der Buchstabe M kennzeichnet einen massiven Käfig aus Messing. Ein Messingkäfig widersteht mechanischen Beanspruchungen, Stoßbelastungen und Schwingungen stabil. Er führt die Wälzkörper auch unter anspruchsvollen Bedingungen präzise auf der Laufbahn.
Die Bezeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen ist erforderlich, wenn feste Passungen die Lagerringe aufweiten oder während des Betriebs Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring auftreten.
Da dieses Modell keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben besitzt, ist es ab Werk nicht mit einer Fettfüllung versehen. Die Schmierung erfolgt extern über das umgebende Aggregat, beispielsweise durch eine zentrale Ölschmierung oder regelmäßiges Nachfetten über das Gehäusesystem.
Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius ausgelegt. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Messingkäfig behalten in diesem thermischen Fenster ihre Formstabilität. Für den tatsächlichen Einsatzbereich ist zudem die Temperaturbeständigkeit des gewählten Schmierstoffs zu beachten.
Das Lager ist in der Standard-Toleranzklasse P0 gefertigt, die auch als Normaltoleranz PN oder ABEC 1 bezeichnet wird. Diese Genauigkeitsklasse genügt den Anforderungen der meisten industriellen Anwendungen hinsichtlich Rundlauf und Maßgenauigkeit vollständig.
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