NKE
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Das Rillenkugellager 6206 -2RS-NR von NKE Steyr bietet mit 30 mm Bohrung, beidseitiger Schleifdichtung und Sprengring eine direkte axiale Fixierung im Gehäuse.
Das Rillenkugellager 6206 -2RS-NR von NKE Steyr ist ein einreihiges Radialkugellager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Wälzkörper aus klassischem Standard-Wälzlagerstahl nehmen vorwiegend radiale Belastungen sowie moderate Axialkräfte auf. Durch die beidseitig schleifende Dichtung (2RS) bleibt das Schmiermittel im Lagerinneren geschützt, während Schmutzpartikel und Feuchtigkeit wirksam abgehalten werden. Die Kombination aus kompakter Bauform mit 16 mm Breite und 67,7 mm Außendurchmesser ermöglicht einen platzsparenden Einbau in unterschiedlichste Baugruppen.
Dieses Rillenkugellager eignet sich für rotierende Wellen und Lagerungen, bei denen eine axiale Lagesicherung auf begrenztem Bauraum benötigt wird. Durch den integrierten Sprengring im Außenring lässt sich das Lager unmittelbar im Lagergehäuse positionieren, ohne dass zusätzliche Gehäuseschultern oder Distanzringe erforderlich sind. Zusammen mit der schleifenden Dichtung kommt die Konstruktion vor allem in Industrieanwendungen mit Staub- und Feuchtigkeitseinfluss zum Einsatz.
Die Kennzeichnung NR steht für eine Ringnut mit eingesetztem Sprengring am Außenring. Dieses Konstruktionsmerkmal vereinfacht die Gehäusegestaltung, da der Sprengring axiale Haltekräfte aufnimmt und ein Verschieben des Lagers im Gehäusesitz begrenzt. Ergänzend dichten die beiden 2RS-Lippen den Innenraum beidseitig schleifend ab und halten Partikel von den Laufbahnen fern. Vor der Montage ist zu prüfen, ob die Gehäusebohrung die passende Nut für den Sprengring aufweist.
Mit 30 mm Innendurchmesser, 67,7 mm Außendurchmesser und 16 mm Breite entspricht die Ausführung den Standardabmessungen dieser Reihe. Der Außendurchmesser berücksichtigt die Bauform mit Nut für den Sprengring. Vor dem Austausch empfiehlt sich ein Abgleich von Welle und Gehäusesitz, um die Maßhaltigkeit für den Einbau zu prüfen.
Das Nachsetzzeichen NR kennzeichnet eine Ringnut im Außenring (N) mit vormontiertem Sprengring (R). Der Sprengring übernimmt die axiale Fixierung im Lagergehäuse. Dadurch können Gehäuseschultern oder separate Sicherungsringe entfallen, was die axiale Baulänge verringert und die Bearbeitung des Gehäusesitzes vereinfacht.
Die 2RS-Ausführung verfügt über beidseitig angebrachte schleifende Dichtscheiben, die direkt am Innenring anliegen. Diese berührenden Dichtlippen halten Staub, Schmutz und Feuchtigkeit vom Lagerinneren fern. Gleichzeitig verbleibt das Schmiermittel im Bereich der Wälzkörper, wodurch das Lager für Einsätze in verschmutzter Umgebung geeignet ist.
Für die Wälzkörper kommt Standard-Wälzlagerstahl zum Einsatz. Dieses metallische Material zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Beständigkeit gegen Verschleiß unter rollender Reibung aus. Es trägt dazu bei, dass die Kugeln unter radialer sowie moderater axialer Beanspruchung formstabil bleiben und gleichmäßige Laufeigenschaften aufweisen.
Als Rillenkugellager nimmt die Konstruktion vorrangig radiale Belastungen auf, ist bauartbedingt jedoch auch für moderate Axialkräfte in beiden Richtungen ausgelegt. Die Laufrillen in Innen- und Außenring stützen axiale Lastanteile ab, während der Sprengring die axiale Positionierung gegen Verrutschen im Gehäuse unterstützt.
Beim Einbau muss das Lagergehäuse eine passgenaue Nut zur Aufnahme des Sprengrings aufweisen. Montagekräfte sollten beim Fügen auf die Welle stets nur über den Innenring eingeleitet werden, um Belastungen auf die Wälzkörper zu vermeiden. Der Sprengring muss nach dem Einsetzen spannungsfrei in der Gehäusenut sitzen.
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