KOYO
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Das Rillenkugellager 6008 C3 von JTEKT-KOYO ist ein offenes Wälzlager mit 40 mm Bohrung und vergrößertem Lagerspiel für thermisch beanspruchte Betriebszustände.
Das einreihige Rillenkugellager 6008 C3 von JTEKT-KOYO ist ein offenes Radialkugellager nach Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1. Es nimmt vorwiegend radiale sowie axiale Führungskräfte in beiden Richtungen auf. Gefertigt aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 mit stabilem Stahlblechkäfig, eignet sich das Bauteil für Temperaturbereiche von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Abmessungen betragen exakt 40 mm Bohrungsdurchmesser, 68 mm Außendurchmesser und 15 mm Breite. Anwender nutzen diese Ausführung gezielt für präzise geführte Wellenlagerungen im Maschinenbau.
Dieses Lager kommt vor allem in rotierenden Industrieanwendungen zum Einsatz, bei denen eine bauseitige Öl- oder Fettschmierung vorhanden ist. Durch die offene Bauweise gelangt Schmierstoff ungehindert an Wälzkörper und Laufbahnen, was Reibungswärme effektiv abführt. Die Kombination aus 40 mm Innendurchmesser und kompakter 15-mm-Breite passt in standardisierte Maschinenbaugruppen.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine vergrößerte radiale Lagerluft gegenüber der Normalausführung. Diese zusätzliche Luftreserve mindert das Risiko eines Klemmens der Wälzkörper, wenn sich Welle und Lagerinnenring im Betrieb stärker erwärmen als das Gehäuse. Zudem gleicht das Spiel feste Passungen bei der Montage aus, sodass die Wälzkörper ohne unzulässige Verspannung leichtgängig abrollen.
Mit 40 mm Innendurchmesser, 68 mm Außendurchmesser und 15 mm Baubreite entspricht das Modell der genormten Baureihe 6008. Es handelt sich um ein einreihiges Lager ohne Flansch oder Ringnut am Außenring. Vor dem Einbau sollten Sie den vorhandenen Bauraum auf der Welle sowie die Passung im Gehäuse mit diesen Werten abgleichen.
Die Bezeichnung C3 steht für ein vergrößertes radiales Lagerspiel im Vergleich zum Standardmaß. Diese Variante empfiehlt sich, wenn Temperaturdifferenzen zwischen rotierender Welle und Gehäuse auftreten oder feste Passungen zu einer radialen Einengung des Lagers führen. Das vergrößerte Spiel beugt vorzeitiger Ermüdung durch innere Verspannungen vor.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Werkstoffkombination aus durchgehärtetem Wälzlagerstahl 100Cr6 und einem formstabilen Stahlblechkäfig bleibt innerhalb dieses Spektrums maßhaltig. Bei der Auslegung müssen Sie darauf achten, dass auch das extern zugeführte Schmiermittel für die anfallenden Betriebstemperaturen geeignet ist.
Da dieses Wälzlager keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben besitzt, ist es auf eine saubere Einbauumgebung und externe Gehäusedichtungen angewiesen. Gleichzeitig erlaubt die offene Konstruktion den freien Schmierstoffaustausch bei Ölbad- oder Zirkulationsschmierung. Zudem entstehen keine Reibungsverluste durch schleifende Dichtlippen, was thermisch günstige Laufeigenschaften fördert.
P0 stellt die genormte Standard-Toleranzklasse für Industrie-Wälzlager dar, vergleichbar mit ABEC 1 im US-amerikanischen Raum. Sie definiert zulässige Maß-, Form- und Laufabweichungen für Bohrung, Außendurchmesser sowie Rundlauf. Damit entspricht das Lager den üblichen Vorgaben für Präzisionspassungen im Maschinenbau.
Innen- und Außenring sowie die Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), der sich durch hohe Härte und Verschleißfestigkeit auszeichnet. Der Käfig zur gleichmäßigen Führung der Kugeln ist aus gepresstem Stahlblech gefertigt. Diese Materialkombination bietet mechanische Stabilität für gängige industrielle Drehzahl- und Lastanforderungen.