KOYO
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Das Rillenkugellager 6826 C3 von JTEKT-KOYO ist ein offenes Lager mit den Maßen 130x165x18 mm und vergrößerter Lagerluft für radiale Belastungen.
Das einreihige Rillenkugellager 6826 C3 von JTEKT-KOYO nimmt vorwiegend radiale sowie moderate axiale Kräfte auf. Durch die schmale Bauform mit 130 mm Bohrung, 165 mm Außendurchmesser und 18 mm Breite eignet sich diese Ausführung für platzsparende Konstruktionen mit großen Wellendurchmessern. Sowohl die Wälzkörper als auch die Ringe bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Ein geführter Stahlblechkäfig hält die Kugeln auf Abstand und unterstützt gleichmäßige Laufeigenschaften im industriellen Dauereinsatz.
Konstrukteure nutzen das Rillenkugellager 6826 C3 vor allem in Baugruppen mit großem Wellendurchmesser und geringem radialem Einbauraum. Typische Einsatzfelder finden sich in Lagerungsstellen, bei denen geringes Gewicht und eine kompakte Querschnittsfläche im Vordergrund stehen. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, kommt es vorzugsweise in geschlossenen Gehäusen zum Einsatz. Dort übernimmt eine bauseitige Öl- oder Fettschmierung die Versorgung der Wälzkörper.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Diese Variante dient dazu, thermische Dehnungen von Welle und Gehäuse auszugleichen oder ein Einengen des Betriebsspiels durch feste Passungen abzufangen. Das zusätzliche Spiel beugt Verspannungen vor und begünstigt einen leichten Lauf bei Betriebstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Die Fertigung nach Toleranzklasse P0 (ABEC 1) dient dabei dem passgenauen Sitz auf den Anschlussbauteilen.
Mit 130 mm Innen- und 165 mm Außendurchmesser bei 18 mm Breite bietet diese Ausführung einen sehr schmalen Querschnitt. Die Geometrie ist auf Konstruktionen abgestimmt, die eine große Hohlwelle oder Achse bei gleichzeitig begrenztem radialem Bauraum erfordern.
Das Nachsetzzeichen C3 weist eine gegenüber der Normalluft vergrößerte interne Radiallagerluft aus. Dieser Spielraum fängt thermische Ausdehnungen im Betrieb auf und verhindert ein Klemmen der Wälzkörper, wenn Innen- und Außenring mit festem Presssitz montiert werden.
Da dieses Lager ohne integrierte Dichtungen ausgeführt ist, befindet sich ab Werk keine Schmierfettfüllung im Innenraum. Sie schmieren das Lager über das umgebende Aggregat mit Öl oder bringen vor Inbetriebnahme ein geeignetes Schmierfett ein. Zudem schützen externe Dichtungen die Laufbahnen vor Schmutz und Feuchtigkeit.
Freigegeben ist das Bauteil für Einsatztemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Ringe und Kugeln aus 100Cr6-Wälzlagerstahl sowie der Stahlblechkäfig behalten in dieser Spanne ihre Maßhaltigkeit. Das gewählte Schmiermittel muss auf die jeweilige Betriebstemperatur abgestimmt sein.
Die Toleranzklasse P0 (Normaltoleranz PN bzw. ABEC 1) legt die genormten Grenzmaße für Maß-, Form- und Laufgenauigkeit fest. Diese Standardgenauigkeit erlaubt einen passgenauen Einbau auf herkömmlich tolerierten Lagersitzen ohne Sonderanforderungen an die Fertigungspräzision.
Als mechanisches Führungselement hält der Stahlblechkäfig die Kugeln auf gleichmäßigem Abstand und verhindert deren Berührung untereinander. Dies verringert innere Reibung sowie Wärmeentwicklung und sichert den geordneten Umlauf der Wälzkörper im Betrieb.