FAG
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Das einreihige Rillenkugellager 6214 -C3 von FAG mit 70 mm Bohrung bietet vergrößerte Lagerluft für thermisch beanspruchte Industrieanwendungen.
Das Rillenkugellager 6214 -C3 gehört als offenes Radialkugellager zu den vielseitig nutzbaren Maschinenelementen für rotierende Wellen. Die Konstruktion aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 nimmt vorwiegend radiale Kräfte auf und führt Wellen zusätzlich bei axialen Belastungen in beide Richtungen. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper auf der tiefen Laufrille von Innen- und Außenring. Mit der Normaltoleranz P0 erfüllt dieses Lager gängige industrielle Präzisionsanforderungen im allgemeinen Maschinenbau.
Konstrukteure und Instandhalter greifen auf diese Baugröße zurück, wenn Wellen mit 70 mm Durchmesser bei mittleren bis hohen Drehzahlen gelagert werden. Typische Einsatzbereiche umfassen Lagerstellen mit kombinierten Radial- und Axiallasten sowie betriebsbedingter Erwärmung. Durch den zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad eignet sich die Ausführung für wärmebelastete Umgebungen. Das offene Profil ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt eine direkte Schmierung mit Fett oder Schmieröl über die Gehäusekonstruktion.
Die Kennzeichnung C3 weist eine gegenüber der Normalluft leicht vergrößerte Radiallagerluft aus. Dieses Radialspiel gleicht thermische Ausdehnungen aus, die im Dauerbetrieb zwischen den Lagerringen oder durch feste Passungen auf Welle und Gehäuse entstehen. Es trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper bei thermischer Dehnung zu verhindern. Da keine Dichtungen Reibungswärme erzeugen, begünstigt die offene Bauweise einen leichten Lauf, erfordert an der Lagerstelle jedoch eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutzpartikel.
Die Hauptabmessungen betragen 70 mm Bohrungsdurchmesser am Innenring, 125 mm Außendurchmesser am Außenring und eine Baubreite von 24 mm. Der zylindrische Außenring besitzt weder Flansch noch Ringnut, wodurch sich das Lager bündig in standardisierte zylindrische Gehäusebohrungen einpressen lässt.
Das Nachsetzzeichen C3 definiert eine über dem Standard liegende Radiallagerluft im unmontierten Zustand. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen ist erforderlich, wenn feste Einbaupassungen oder merkliche Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring das Radialspiel während des Betriebs verringern.
Innenring, Außenring und Wälzkörper sind aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 gefertigt. Die Führung der Kugeln übernimmt ein Stahlblechkäfig. Das Wälzlager besitzt keine stromisolierende Beschichtung und leitet elektrische Ströme zwischen Innen- und Außenring ungehindert weiter.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Die maßliche Stabilität der Stahlkomponenten und des Blechkäfigs bleibt innerhalb dieser Spanne erhalten. Für die praktische Einsatzdauer ist die Wahl eines Schmierstoffs entscheidend, dessen Viskosität und thermische Belastbarkeit zu den jeweiligen Betriebstemperaturen passen.
Die offene Ausführung ohne Dicht- oder Deckscheiben minimiert den Reibungswiderstand und ermöglicht den direkten Austausch von Schmieröl oder Nachschmierfett im laufenden Betrieb. Sie setzt jedoch voraus, dass die umgebende Baugruppe das Lager über externe Dichtelemente wie Wellendichtringe vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen schützt.
Das Lager entspricht der Standardtoleranzklasse P0 (entspricht PN nach DIN sowie ABEC 1). Diese Fertigungsgenauigkeit genügt den Anforderungen der allermeisten Industrieanwendungen, sofern die Lagersitzflächen auf der Welle und im Gehäuse nach den gängigen ISO-Passungsrichtlinien für Standardkugellager ausgeführt sind.
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