KOYO
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Das Rillenkugellager 6230 ZZXC3 von JTEKT-KOYO bietet mit 150 mm Bohrung, Deckscheiben und C3-Lagerluft verlässliche Laufeigenschaften für schwere Industrieanwendungen.
Dieses einreihige Rillenkugellager 6230 ZZXC3 von JTEKT-KOYO eignet sich für die Aufnahme radialer sowie axialer Kräfte in beiden Richtungen. Bei Hauptabmessungen von 150 mm Innendurchmesser, 270 mm Außendurchmesser und 45 mm Breite besteht der Wälzkörper- und Ringsatz aus klassischem Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Die Ausführung besitzt einen Außenring ohne Flansch oder Nut. Dank der integrierten Spaltdichtungen bleibt das Schmiermittel im Lagerraum, während grobe Schmutzpartikel abgehalten werden.
Große Wellendurchmesser im allgemeinen Maschinenbau verlangen tragfähige Wälzlager, die sowohl radiale Lasten als auch axiale Führungskräfte aufnehmen. Das Rillenkugellager 6230 ZZXC3 ist für Lagerungsstellen mit hohen Belastungen und größeren Wellendurchmessern ausgelegt. Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper bei wechselnden Drehzahlen. Aufgrund des zulässigen Temperaturbereichs von -20 bis +150 Grad meistert die Baueinheit thermisch beanspruchte Betriebsumgebungen ohne vorzeitigen Funktionsverlust.
Die Kennzeichnung C3 weist auf eine leicht erhöhte Radiallagerluft hin. Diese Auslegung gleicht temperaturbedingte Ausdehnungen von Welle und Gehäuse sowie das radiale Übermaß fester Passungen wirksam aus, ohne die Wälzkörper einzuklemmen. Die beidseitigen Deckscheiben (ZZ) fungieren als berührungsfreie Spaltdichtung. Sie verursachen keine zusätzliche Reibungswärme und ermöglichen höhere Drehzahlen als schleifende Dichtlippen. Die Fertigung nach Toleranzklasse P0 (ABEC 1) sichert dabei normgerechte Anschlussmaße für den passgenauen Einbau.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 150 mm, einen Außendurchmesser von 270 mm und eine Gesamtbreite von 45 mm auf. Die Wälzkörper laufen einreihig in präzisen Rillen auf Innen- und Außenring. Diese Dimensionierung entspricht der genormten metrischen Baureihe 62 für schwere Wellenlagerungen.
Der Buchstabenzusatz ZZ beschreibt beidseitig angebrachte metallische Deckscheiben, die vor groben Verunreinigungen schützen. Der Zusatz C3 kennzeichnet eine werkseitig leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Diese Kombination ist auf Betriebszustände ausgelegt, bei denen thermische Ausdehnungen im Gehäuse auftreten.
Der vom Hersteller spezifizierte Einsatzbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Konstruktion aus Wälzlagerstahl 100Cr6 und der formstabile Stahlblechkäfig bleiben innerhalb dieser Temperaturspanne formbeständig. Bei planmäßiger Schmierung arbeitet die Lagerung auch unter kontinuierlicher Erwärmung im Lagergehäuse gleichmäßig.
Die metallischen Deckscheiben schließen den Innenraum beidseitig ab und bilden eine berührungslose Spaltabdichtung. Sie hindern größere Fremdkörper und Staub am Eindringen und halten das Schmierfett im Bereich der Kugeln. Da die Bleche nicht am Innenring schleifen, entsteht im Lauf keine zusätzliche Reibungswärme.
Das Lager wird in der Normaltoleranz P0 (entsprechend PN beziehungsweise ABEC 1) gefertigt. Diese Toleranzklasse deckt die üblichen Qualitätsanforderungen im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau vollständig ab. Sie unterstützt den definierten Sitz auf geschliffenen Wellen und in Gehäusebohrungen.
Nein, das Modell besitzt keine Stromisolierung an den Ringen. In Standardausführung leitet der Wälzlagerstahl Stromimpulse weiter. Für Anwendungen mit potenzieller Gefahr von Stromdurchgang über die Welle, etwa an frequenzumrichtergesteuerten Antrieben, müssen bei Bedarf externe Schutzmaßnahmen oder speziell isolierte Sonderlager vorgesehen werden.