KOYO
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Das einreihige Rillenkugellager 6015 C4 von JTEKT-KOYO mit 75 mm Bohrung bietet stark erhöhte Radiallagerluft für anspruchsvolle thermische Einsatzbedingungen.
Das Rillenkugellager 6015 C4 ist ein offenes, einreihiges Wälzlager zur Aufnahme radialer und axialer Kräfte. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 verfügt das Lager über einen Außendurchmesser von 115 mm und eine Breite von 20 mm. Als offene Ausführung ohne Dichtscheiben erlaubt die Konstruktion eine flexible Schmierung über das Gehäusesystem. Mit seiner Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1 deckt die Bauform zahlreiche industrielle Anwendungen im Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ab.
Konstrukteure und Instandhalter nutzen diese Lagerung vorrangig in Wellenlagerungen und rotierenden Baugruppen, bei denen radiale Belastungen auftreten und Betriebstemperaturen zu einer Erwärmung der Komponenten führen. Durch die offene Bauweise lässt sich das Lager direkt im Ölbad oder über eine externe Fettversorgung schmieren. Geeignete Einsatzorte finden sich überall dort, wo eine bauseitige Gehäuseabdichtung das Eindringen von Schmutzpartikeln abhält. Die Konstruktion ohne Flansch oder Ringnut am Außenring erlaubt einen zylindrischen Einbau in glatte Gehäusebohrungen.
Die Kennzeichnung C4 weist auf ein radiales Spiel hin, das über dem Standardwert sowie über der Stufe C3 liegt. Diese Ausführung ist dafür ausgelegt, unzulässige Verspannungen bei Temperaturunterschieden zwischen Innen- und Außenring abzufedern. Dehnt sich die Welle im Betrieb stärker aus als das umgebende Gehäuse, gleicht das vergrößerte Lagerspiel die Maßänderung aus. Auch bei festen Presspassungen wirkt die C4-Lagerluft innerer Überlastung entgegen und unterstützt einen freien Lauf der Wälzkörper im geführten Stahlblechkäfig.
Die Hauptabmessungen betragen 75 mm Innendurchmesser (Bohrung), 115 mm Außendurchmesser und 20 mm Breite. Diese Maße entsprechen den genormten Reihen für metrische Rillenkugellager. Durch den zylindrischen Außenring ohne Flansch oder Nut lässt sich das Bauteil bündig in passende Gehäusesitze integrieren.
Der Zusatz C4 beschreibt eine stark erhöhte Radiallagerluft. Das radiale Spiel zwischen den Kugeln und den Laufbahnen fällt größer aus als bei der Normalausführung und der Stufe C3. Diese Bauart kommt zum Zug, wenn Temperaturdifferenzen oder feste Passungen zu einer thermischen Ausdehnung führen, die ausgeglichen werden muss.
Da dieses Lager offen ausgeführt ist und über keine integrierten Dichtungen verfügt, befindet sich ab Werk keine Fettfüllung im Innenraum. Das Lager wird daher bei der Montage mit einem Schmierstoff versehen oder in ein bestehendes Ölumlaufsystem eingebunden. Das umgebende Gehäuse sollte mit externen Dichtungen gegen Schmutz geschützt sein.
Sowohl der Innenring als auch der Außenring und die Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Für die Führung der Kugeln kommt ein stabiler Stahlblechkäfig zum Einsatz. Diese Materialkombination ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt und deckt typische Anforderungen im industriellen Maschinenbau ab.
Das Lager wird in der Toleranzklasse P0 (Normaltoleranz, vergleichbar mit ABEC 1) gefertigt. Diese Klasse definiert die zulässigen Maß-, Form- und Laufgenauigkeiten für Standardanwendungen in der Antriebs- und Fertigungstechnik. Sie erfordert präzise bearbeitete Lagersitze an Welle und Gehäuse, um Rundlauffehler im Betrieb zu vermeiden.