STC-Steyr
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Das einreihige Rillenkugellager 6076 M/C3 von STC-Steyr führt Wellen mit 380 mm Durchmesser bei hohen Radiallasten und verfügt über einen massiven Messingkäfig.
Mit dem Rillenkugellager 6076 M/C3 von STC-Steyr erhalten Konstrukteure und Instandhalter ein offenes Großwälzlager für anspruchsvolle Industrieantriebe. Die Hauptabmessungen von 380 mm Bohrung, 560 mm Außendurchmesser und 82 mm Breite definieren eine tragfähige Einheit aus Wälzlagerstahl 100Cr6. Durch den symmetrischen Aufbau der tiefen Laufrillen nimmt die Konstruktion vorrangig Radialkräfte auf, führt Wellen aber auch bei beidseitig auftretenden Axialkräften präzise.
Große Industrieantriebe und schwere Maschinenkonstruktionen verlangen nach belastbaren Radialsitzen mit standardisierter Normaltoleranz nach P0/PN. Weil dieses Wälzlager offen ausgeführt ist, lässt es sich direkt an vorhandene Öl- oder Fettumlaufschmierungen der Gesamtanlage anbinden. Der Verzicht auf integrierte Dichtungen verringert den inneren Reibungswiderstand, setzt in der Einbauumgebung jedoch eine saubere, extern abgedichtete Gehäusekonstruktion voraus.
Bei massiven Bauteilen dieser Größenordnung entstehen unter Last und Drehzahl oft thermische Dehnungen zwischen Welle und Gehäuse. Das Nachsetzzeichen C3 weist eine leicht erhöhte Radiallagerluft aus, was dazu beiträgt, ein Verklemmen der Wälzkörper bei betriebsbedingter Erwärmung zu verhindern. Der geführte Messingkäfig nimmt auch starke Schwingungen sowie Drehbeschleunigungen auf und unterstützt die Betriebssicherheit im zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad.
Dieses Großlager besitzt einen Innendurchmesser von 380 mm, einen Außendurchmesser von 560 mm sowie eine Breite von 82 mm. Die Abmessungen folgen den genormten Vorgaben für einreihige Radial-Rillenkugellager. Ringe und Wälzkörper bestehen aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6.
Der Buchstabe M steht für einen massiven Messingkäfig, der die Kugeln präzise führt und hohen mechanischen Beanspruchungen standhält. Das Kürzel C3 kennzeichnet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung, um thermische Ausdehnungen von Welle und Innenring im Betrieb spannungsfrei auszugleichen.
Da das Lager als offene Bauform ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben ausgeführt ist, besitzt es keine werkseitige Fettfüllung. Die Schmierung erfolgt über die Gehäusekonstruktion, beispielsweise mittels Ölbad, Umlaufschmierung oder gezielter Fettnachschmierung. Gleichzeitig sollten externe Dichtungen das Eindringen von Schmutzpartikeln verhindern.
Das Wälzlager ist für einen Betriebsbereich von -20 bis +120 Grad spezifiziert. Innerhalb dieses Fensters bleiben Formstabilität und Materialeigenschaften des Standard-Wälzlagerstahls sowie des Messingkäfigs erhalten. Die tatsächlich erreichbare Betriebstemperatur hängt zudem von der thermischen Stabilität des gewählten Schmierstoffs ab.
Das Bauteil wird in der Toleranzklasse P0 gefertigt, was der Normalklasse PN beziehungsweise der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Fertigungsgenauigkeit deckt die üblichen Passungsanforderungen im allgemeinen Maschinenbau ab und erlaubt eine zweckmäßige Montage auf geschliffenen Wellensitzen.