NTN
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Das Rillenkugellager 6411 C3 von NTN bietet mit den Maßen 55x140x33 mm und vergrößerter Lagerluft hohe Belastbarkeit bei thermischer Beanspruchung.
Das einreihige Rillenkugellager 6411 C3 von NTN nimmt radiale Kräfte sowie beidseitig wirkende Axialkräfte im Maschinenbau auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 zeichnet sich dieses offene Wälzlager durch seine schwere Baureihe mit einem Außendurchmesser von 140 mm bei 55 mm Bohrung aus. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm. Die Ausführung entspricht der Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1 und deckt ein breites Einsatzspektrum ab.
Konstrukteure wählen diese schwere Bauform vor allem für Industrieanwendungen mit hoher mechanischer Beanspruchung. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, läuft das Schmiermittel direkt um die Wälzkörper. Dies begünstigt Anwendungen mit Ölbadschmierung oder externer Fettversorgung. Typische Einsatzorte sind starre Lagerungsanordnungen, in denen hohe Radialkräfte wirken und eine zusätzliche Kapselung durch das umgebende Gehäuse erfolgt.
Das Nachsetzzeichen C3 kennzeichnet eine vergrößerte radiale Lagerluft gegenüber der Standardausführung. Bei festen Passungen auf der 55-mm-Welle oder bei Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring dehnt sich das Material aus. Die C3-Luft wirkt einem Verspannen der Kugeln entgegen und unterstützt die Beweglichkeit im Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad. Prüfen Sie vor dem Einbau, ob Ihre Einbausituation diese vergrößerte Betriebsspielreserve erfordert.
Das Rillenkugellager besitzt eine Bohrung von 55 mm, einen Außendurchmesser von 140 mm sowie eine Breite von 33 mm. Durch diese Dimensionen gehört es zur schweren Baureihe 64, die für beträchtliche Querkräfte im Maschinenbau ausgelegt ist. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Nut.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine größere Radiallagerluft als bei Standardlagern. Diese Ausführung gleicht thermische Ausdehnungen aus, wenn im laufenden Betrieb Wärme entsteht oder starke Passungsübermaße den Innenring aufweiten. Dadurch klemmen die Wälzkörper nicht und die Drehbewegung bleibt im zulässigen Temperaturbereich gleichmäßig erhalten.
Da das Lager keine integrierten Dichtungen besitzt, ist eine Schmierstoffzufuhr von außen erforderlich. Sie können je nach Drehzahl und Konstruktion Schmierfett oder Schmieröl einsetzen. Um das Eindringen von Schmutzpartikeln sowie den Austritt des Schmiermittels zu vermeiden, muss die umgebende Gehäusekonstruktion mit geeigneten externen Dichtelementen versehen sein.
Der vom Hersteller NTN spezifizierte Einsatzbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Maßhaltigkeit des Standard-Wälzlagerstahls 100Cr6 und der stabile Stahlblechkäfig unterstützen diesen Betriebsbereich. Achten Sie darauf, ein Schmiermittel zu wählen, dessen thermische Eigenschaften diesen Temperaturanforderungen entsprechen.
Der Stahlblechkäfig hält die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und reduziert Reibungseffekte zwischen den Kugeln. Im Vergleich zu massiven Werkstoffen zeichnet sich gepresstes Stahlblech durch ein geringes Eigengewicht aus und lässt reichlich Raum für den Schmierstoffdurchfluss, was die Wärmeabfuhr im offenen Lager begünstigt.
Das Bauteil ist nach der Toleranzklasse P0 (Normaltoleranz bzw. ABEC 1) gefertigt. Diese Genauigkeitsklasse eignet sich für den Großteil des allgemeinen Maschinen- und Anlagenbaus. Sie erfordert zylindrische Lagersitze auf Welle und Gehäuse, die den üblichen ISO-Passungen für Standardanwendungen entsprechen.
NTN Wälzlager (Deutschland) GmbH
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