KOYO
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Das Rillenkugellager 6316 C3 von JTEKT-KOYO (80x170x39 mm) bietet als offenes, einreihiges Wälzlager mit vergrößerter Lagerluft definierte Laufeigenschaften bei thermischen Belastungen.
Das Rillenkugellager 6316 C3 ist ein einreihiges Radialkugellager, gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Mit einer Bohrung von 80 mm, einem Außendurchmesser von 170 mm sowie einer Breite von 39 mm nimmt dieses Lager vorwiegend Radialkräfte und moderate Axialkräfte auf. Der Hersteller JTEKT-KOYO stattet die Ausführung mit einem Stahlblechkäfig aus. Als offene Variante ohne integrierte Dichtscheiben eignet sich die Konstruktion für Einbauorte mit externer Schmierstoffversorgung wie Ölbad- oder Umlaufschmierung.
Dieses Wälzlager kommt bevorzugt in Industrieanwendungen zum Einsatz, bei denen thermische Einflüsse oder feste Passungssitze auftreten. Durch die offene Bauform treten keine Reibungsverluste durch Schleifdichtungen auf, was den Einsatz bei höheren Drehzahlen begünstigt. Die Fertigung aus gehärtetem Standard-Wälzlagerstahl bietet Formstabilität für kontinuierliche Belastungen. Konstruktionen nutzen diese Baugröße, wenn Kräfte auf Wellen mit 80 mm Durchmesser übertragen werden müssen.
Das Nachsetzzeichen C3 kennzeichnet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieses zusätzliche Radialspiel dient dazu, temperaturbedingte Ausdehnungen zwischen Innen- und Außenring auszugleichen oder Einengungen durch feste Passungen auf der Welle abzufangen. Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Bei der Gehäusekonstruktion ist zu berücksichtigen, dass die offene Bauform externe Abdichtungsmaßnahmen gegen Schmutz sowie eine abgestimmte Schmierung benötigt.
Mit einem Innendurchmesser von 80 mm, einem Außendurchmesser von 170 mm und einer Baubreite von 39 mm entspricht das Lager genormten Abmessungen. Der Außenring besitzt weder Flansch noch Nut. Ringe und Wälzkörper bestehen aus Wälzlagerstahl 100Cr6, geführt durch einen Stahlblechkäfig.
Als offenes Wälzlager verzichtet diese Bauform auf integrierte Dichtscheiben. Dadurch entstehen keine Reibungswiderstände an Dichtlippen, was die Wärmeentwicklung reduziert. Diese Konstruktion setzt voraus, dass die Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit über das umgebende Gehäuse erfolgt und Schmierstoff von außen zugeführt wird.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad. Dieser Bereich ermöglicht Anwendungen in thermisch beanspruchten Industrieumgebungen. Maßgeblich für die tatsächliche Einsatzgrenze im laufenden Betrieb ist neben dem Lagermaterial auch die thermische Beständigkeit des gewählten Schmiermittels.
Gegenüber der Normalausführung besitzt die Lagerluft C3 ein vergrößertes radiales Lagerspiel im Neuzustand. Diese Auslegung trägt dazu bei, dass sich das Lager bei Erwärmung oder durch feste Passungssitze auf Welle und Gehäuse nicht verspannt. Bei thermischen Belastungen bleibt so das benötigte Betriebsspiel für einen gleichmäßigen Lauf erhalten.
Gefertigt wird die Ausführung in der Toleranzklasse P0 beziehungsweise PN, was ABEC 1 entspricht. Dies kennzeichnet die Standard-Präzisionsklasse für industrielle Rillenkugellager mit kontrollierter Rundlaufgenauigkeit und Maßhaltigkeit für den allgemeinen Maschinenbau sowie die Instandhaltung.
Bei offenen Wälzlagern erfolgt die Schmierstoffversorgung extern bei der Montage oder über ein zentrales Schmiersystem. Je nach Anforderung kommen Schmierfett oder Schmieröl zum Einsatz. Das Schmiermittel sollte für den Temperaturbereich von bis zu +150 Grad und die herrschenden Umgebungsbedingungen ausgelegt sein.