NKE
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Einreihiges Rillenkugellager 6019 -M von NKE Steyr mit Messingkäfig, 95 mm Bohrung und 145 mm Außendurchmesser für thermisch beanspruchte Industrieanwendungen.
Das Rillenkugellager 6019 -M ist ein offenes, einreihiges Radialkugellager nach Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) für Wellendurchmesser von 95 mm. NKE Steyr fertigt dieses Modell aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einem Messingkäfig. Wegen der offenen Bauweise ohne integrierte Dichtscheiben eignet sich die Konstruktion vor allem für Einbauumgebungen mit bauseitiger Schmierstoffversorgung. Das Bauteil nimmt vorrangig Radialkräfte sowie moderate Axialkräfte in beiden Richtungen auf.
Das Wälzlager eignet sich für Konstruktionen, bei denen Wellen mit 95 mm Durchmesser gelagert werden und eine externe Schmiermittelzufuhr besteht. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius, wodurch das Rillenkugellager 6019 -M für thermisch geforderte Betriebsbedingungen ausgelegt ist. Über ein bestehendes Ölbad oder eine Zentralschmierung gelangt das Schmiermittel direkt an die Laufbahnen. Der massive Messingkäfig widersteht mechanischen Schwingungen und dynamischen Belastungen.
Die Ausführung -M kennzeichnet den massiven Messingkäfig, der im Vergleich zu Standard-Stahlblechkäfigen eine hohe Widerstandskraft gegen Vibrationen aufweist. Zudem bietet Messing günstige Notlaufeigenschaften bei anspruchsvollen Schmierbedingungen. Konstruktiv ist auf eine externe Gehäuseabdichtung zu achten, da Schmutzpartikel ungehindert in das offene Lager eindringen können. Mit normaler Radiallagerluft (CN) ist die Lagerung auf Standardpassungen abgestimmt, bei denen keine extremen thermischen Dehnungsunterschiede zwischen Welle und Gehäuse auftreten.
Die Ausführung besitzt eine Bohrung von 95 mm, einen Außendurchmesser von 145 mm und eine Breite von 24 mm. Durch diese genormten Hauptabmessungen lässt sich das Lager in Gehäusebohrungen nach Standardtoleranzen einpassen. Bei der Montage auf der Welle sind die Toleranzvorgaben der Klasse P0/PN zu berücksichtigen.
Das Kürzel -M steht für einen gefertigten Messingkäfig. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit, geringen Verschleiß und eine gute Beständigkeit gegenüber Schwingungen aus. Im Vergleich zu Blechkäfigen kommt diese Bauform häufig bei wechselnden Drehzahlen oder höheren thermischen Anforderungen bis +150 Grad Celsius zum Einsatz.
Da keine integrierten Dichtungen vorhanden sind, wird das Lager über ein externes Schmiersystem, wie ein Ölbad oder eine regelmäßige Nachschmierung mit Wälzlagerfett, versorgt. Die offene Konstruktion ermöglicht einen ungehinderten Durchfluss des Schmiermittels, verlangt jedoch eine saubere Einbauumgebung oder bauseitig abgedichtete Gehäusedeckel zum Schutz vor Fremdkörpern.
Das Lager verfügt über die normale Radiallagerluft (oft als CN bezeichnet). Dieses Lagerspiel ist für übliche Passungswahlen auf Welle und Gehäuse bemessen. Es trägt dazu bei, dass sich die Wälzkörper auch nach dem Einpressen im Betrieb frei drehen, sofern keine unüblich starken Temperaturunterschiede auftreten.
Für das Modell ist ein Betriebsbereich von -20 bis +150 Grad Celsius spezifiziert. Die Kombination aus formstabilem Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) und dem temperaturbeständigen Messingkäfig trägt dazu bei, dass das Bauteil auch bei Erwärmung formstabil bleibt. Bei der Schmierstoffwahl ist auf eine entsprechende Temperatureignung zu achten.
Als klassisches Radialkugellager nimmt das Bauteil vorwiegend Radialkräfte auf, die senkrecht zur Welle wirken. Dank tiefer Laufrillen überträgt es zusätzlich Axialkräfte in beide Richtungen. Für reine oder überwiegend axiale Hochlasten sind hingegen spezielle Axial- oder Schräglager zu prüfen.
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