NKE
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Das einreihige Rillenkugellager 61811 -C3 von NKE Steyr bietet mit 55x72x9 mm eine kompakte Bauform und vergrößerte C3-Lagerluft für anspruchsvolle Wellenlagerungen.
Das Rillenkugellager 61811 -C3 von NKE Steyr ist als Dünnringlager konzipiert und eignet sich vor allem für Konstruktionen mit sehr begrenztem radialem Bauraum. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), nimmt das einreihige Wälzlager vorrangig radiale Belastungen sowie moderate Axialkräfte auf. Durch die offene Bauart lässt sich der Schmierstoff direkt einbringen oder das Lager in ein bestehendes Ölbad einbinden.
Konstrukteure und Instandhalter greifen auf diese Baugröße zurück, wenn große Wellendurchmesser bei gleichzeitig engem radialem Bauraum gelagert werden müssen. Der Einsatz erfolgt typischerweise in kompakten mechanischen Baugruppen und Hohlwellenkonstruktionen mit gleichmäßiger Drehbewegung. Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig in der Laufbahn. Dank der Fertigung nach Toleranzklasse P0 (Normaltoleranz bzw. ABEC 1) lässt sich das Bauteil passgenau in genormte Gehäusesitze und auf entsprechende Wellenabschnitte montieren.
Die Kennzeichnung C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Freiraum zwischen den Wälzkörpern und Laufbahnen gleicht betriebsbedingte Wärmeausdehnungen aus, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten. Zudem trägt die C3-Luft dazu bei, ein Klemmen des Lagers zu vermeiden, falls feste Passungen auf Welle oder Gehäuse den Innenring aufweiten oder den Außenring einschnüren. Das Lager deckt einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ab.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 55 mm, einen Außendurchmesser von 72 mm und eine schmale Breite von 9 mm auf. Diese schlanke Ausführung als Dünnringlager ermöglicht platzsparende Lagerungskonzepte auf relativ starken Wellen, bei denen der radiale Bauraum gering gehalten werden soll.
Das Kürzel C3 gibt an, dass die radiale Lagerluft über dem normalen Standardspiel liegt. Dies verschafft den Kugeln mehr Spielraum in der Laufbahn. Die größere Lagerluft kompensiert Maßveränderungen durch Einpresskräfte bei festen Passungen sowie wärmebedingte Ausdehnungen während des Maschinenbetriebs.
Die offene Ausführung besitzt weder Deckscheiben noch berührende Dichtungen. Dadurch entsteht keine zusätzliche Reibung durch Dichtlippen, was hohe Drehzahlen begünstigt. Offene Wälzlager erfordern eine saubere Einbauumgebung und eine externe Schmierung, beispielsweise über ein Schmierfett oder eine kontinuierliche Ölumlaufschmierung.
Ausgelegt ist das Bauteil für einen Betriebstemperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Ringe und Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Kombiniert mit dem temperaturstabilen Stahlblechkäfig bleibt das Lager innerhalb dieses Rahmens formbeständig und belastbar.
Das Lager entspricht der Toleranzklasse P0 (auch als Normaltoleranz PN oder als ABEC 1 bezeichnet). Diese Genauigkeitsklasse deckt die typischen Anforderungen des allgemeinen Maschinenbaus ab und erlaubt den maßgenauen Einbau auf Standardwellen und in Standardgehäusen ohne Sonderpassungen.
Die Innen- und Außenringe sowie die Wälzkörper sind aus 100Cr6-Wälzlagerstahl gefertigt. Zur Führung und Trennung der Kugelreihe dient ein formstabiler Käfig aus Stahlblech. Das Lager besitzt keine stromisolierende Beschichtung und der Außenring ist ohne Flansch oder Nut ausgeführt.
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