SKF
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Rillenkugellager 6218 /C4 von SKF: Einreihiges Wälzlager mit 90 mm Bohrung, 160 mm Außendurchmesser und stark erhöhter Radiallagerluft C4.
Das Rillenkugellager 6218 /C4 von SKF ist ein vielseitig einsetzbares Radial-Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6. Durch die tiefe Rillengeometrie nimmt diese einreihige Konstruktion vorwiegend radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Die Ausführung verfügt über einen Stahlblechkäfig zur Führung der Wälzkörper und erfüllt die gängige Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1.
Dieses Radialkugellager kommt in Maschinen und Antriebseinheiten zum Einsatz, bei denen thermische Differenzen zwischen Welle und Gehäuse auftreten. Typische Einsatzfelder finden sich in industriellen Lagerungen mit erhöhter Wärmeentwicklung oder starken Radialkräften. Da es sich um eine offene Ausführung ohne Dichtscheiben handelt, erfordert das Bauteil eine geschützte Gehäuseumgebung sowie eine externe Schmierstoffzufuhr.
Die Kennzeichnung C4 weist auf eine stark vergrößerte Radiallagerluft hin, die über dem Standardspiel und der Klasse C3 liegt. Dieses Radialspiel dient dazu, betriebsbedingte Wärmeausdehnungen auszugleichen und ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden. Die Variante eignet sich vor allem dann, wenn feste Lagersitze oder Temperaturgradienten das Betriebsspiel reduzieren. Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius ausgelegt.
Das Wälzlager besitzt eine Bohrung von 90 mm für den Wellensitz, einen Außendurchmesser von 160 mm und eine Baubreite von 30 mm. Diese Hauptabmessungen entsprechen der genormten Baureihe 6218 und ermöglichen einen direkten Austausch in maßhaltigen Gehäusebohrungen.
Das Nachsetzzeichen C4 verweist auf eine stark erhöhte interne Radiallagerluft vor dem Einbau. Das vergrößerte Spiel verhindert einen Schwergang oder eine Lagerspannung, wenn Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungssitze das radiale Innenspiel im Betrieb verringern.
Das Bauteil ist als offenes Wälzlager ohne Dichtscheiben gefertigt. Es bietet keinen integrierten Schutz vor Schmutzpartikeln oder Feuchtigkeit. Konstrukteure integrieren das Lager daher in geschlossene Gehäuse mit externen Dichtungen wie Wellendichtringen oder Labyrinthspalten.
Offene Kugellager enthalten werksseitig keine Fettfüllung. Sie binden das Bauteil vor der Inbetriebnahme an das bauseitige Schmiersystem an. Je nach Konstruktionsvorgabe der Anlage erfolgt die Versorgung über eine geregelte Fettnachschmierung oder den Anschluss an einen bestehenden Ölkreislauf.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Die Komponenten aus Standard-Wälzlagerstahl und der Stahlblechkäfig sind auf den Einsatz in diesem thermischen Bereich ausgelegt.
Das Bauteil wird in der Normaltoleranz P0 beziehungsweise PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Präzisionsklasse ist der Standard im industriellen Maschinenbau und genügt den üblichen Anforderungen an Rundlauf- und Maßgenauigkeit.
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