ZEN
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Das Radial-Gelenklager GE80 -DO von ZEN bietet mit 80 mm Bohrung eine wartungspflichtige Stahl/Stahl-Gleitpaarung für schwere Schwenk- und Kippbewegungen.
Das Radial-Gelenklager GE80 -DO von ZEN ist ein genormtes Gleitlager für anspruchsvolle mechanische Gelenkstellen. Mit einer Bohrung von 80 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm und einer Breite von 55 mm nimmt dieses Gelenklager vorwiegend hohe Radialkräfte auf. Die Konstruktion gleicht Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse aus und überträgt Bewegungen momentenarm, wodurch unerwünschte Biegespannungen von den umgebenden Konstruktionselementen ferngehalten werden.
Dieses Radial-Gelenklager eignet sich vor allem für Lagerstellen mit wechselnden Stoß- oder Druckbelastungen sowie langsamen Schwenkbewegungen. Typische Einsatzbereiche finden sich im Maschinen- und Anlagenbau bei mechanischen Verbindungen und Schwenklagerungen. Durch die sphärische Gleitfläche des Innenrings vollzieht die Lagerung räumliche Einstellbewegungen kantenpressungsarm. Konstrukteure nutzen diese Eigenschaft gezielt, wenn Wellendurchbiegungen oder Fluchtungsabweichungen im laufenden Betrieb ausgeglichen werden müssen.
Die Ausführung mit der Materialpaarung Stahl/Stahl kennzeichnet ein klassisches wartungspflichtiges Gelenklager. Im Gegensatz zu wartungsfreien Varianten verlangt die Paarung aus Innen- und Außenring eine kontinuierliche Schmierstoffversorgung. Das Lager verfügt dafür über eine Umfangsnut mit Schmierbohrungen im Außenring, über welche Schmierfett direkt in die Gleitzone gelangt. Da dieses Lager ohne integrierte Dichtung ausgeführt ist, empfiehlt sich bei staubiger oder feuchter Umgebung eine zusätzliche Abdichtung über das umgebende Gehäuse.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 80 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm sowie eine Gesamtbreite von 55 mm. Diese Abmessungen beziehen sich auf die Standardausführung des Innen- und Außenrings und bestimmen den benötigten Einbauraum im Gehäuse sowie auf der Welle.
Eine Gleitpaarung aus Stahl/Stahl bietet eine hohe Belastbarkeit bei stoßartigen Beanspruchungen und wechselnden Kraftrichtungen. Die metallische Kontaktzone nimmt enorme Druckkräfte auf, setzt jedoch zwingend eine regelmäßige Schmierung mit geeignetem Schmierfett voraus, um übermäßigen Verschleiß und Reibung an den Gleitflächen zu verhindern.
Das Lager verfügt über eine integrierte Umfangsnut sowie Schmierbohrungen im Außenring. Über diesen Schmierkanal lässt sich Schmierstoff von außen direkt in die sphärische Gleitzone zwischen Innen- und Außenring pressen. Die Nachschmierung sollte intervallmäßig an die vorherrschende Belastung und Bewegung angepasst werden.
Die offene Bauform ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt eine freie Schmierstoffzirkulation und das einfache Ausspülen von altem Fett bei der Nachschmierung. Für staubige, nasse oder abrasive Einsatzbedingungen ist die Lagerstelle durch externe Dichtelemente wie Radial-Wellendichtringe im umgebenden Lagergehäuse zu schützen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kugellagern oder Rollenlagern besitzt ein Radial-Gelenklager keine rollenden Wälzkörper, sondern gleitende Funktionsflächen. Dadurch ist es speziell für langsame Dreh-, Kipp- und Schwenkbewegungen bei sehr hohen Kräften ausgelegt, während rotierende Wälzlager vorrangig für kontinuierliche Drehzahlen dienen.
Die hohlkugelige Innenfläche des Außenrings und die kugelige Außenfläche des Innenrings ermöglichen ein räumliches Verkippen der Welle gegenüber dem Lagergehäuse. Diese Beweglichkeit gleicht Fluchtungsfehler aus Fertigungstoleranzen oder elastischen Verformungen der Konstruktion momentenarm aus, sodass das Lager kantenpressungsfrei arbeitet.
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