SKF
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| 35 | 4,24 € | 38,20 € |
Das Radial-Gelenklager GEZ106 ES von SKF bietet mit 34,925 mm Bohrung und Stahl/Stahl-Gleitpaarung eine belastbare Lösung für räumliche Einstellbewegungen.
Das Radial-Gelenklager GEZ106 ES ist ein einbaufertiges Gleitlager für schwere mechanische Beanspruchungen. Mit einem Innendurchmesser von 34,925 mm, einem Außendurchmesser von 55,563 mm sowie einer Breite von 30,15 mm nimmt dieses Gelenklager radiale Kräfte auf. Es gleicht Schiefstellungen zwischen Welle und Gehäuse momentenarm aus, sodass keine schädlichen Biegespannungen auf die umgebende Konstruktion einwirken. SKF fertigt dieses Gelenklager in offener Bauform ohne integrierte Dichtung.
Die Auslegung dieses Radial-Gelenklagers ist auf wechselnde dynamische Belastungen und Stoßbeanspruchungen ausgerichtet. Über die sphärische Gleitfläche kompensiert das Bauteil kontinuierliche Schwenkbewegungen und Fluchtungsfehler. Typische Einsatzfelder finden sich in schweren mechanischen Gelenkverbindungen sowie in Konstruktionen mit Schwenkhebeln und oszillierenden Bewegungsabläufen.
Dieses Gelenklager besitzt eine wartungspflichtige Stahl/Stahl-Gleitpaarung, bei der metallische Gleitflächen aufeinandertreffen. Um Reibung und Verschleiß gering zu halten, benötigt die Kontaktzone kontinuierlich geeigneten Schmierstoff. SKF versieht den Außenring dafür mit einer umlaufenden Schmiernut sowie Schmierbohrungen, über die Schmierfett direkt in den Wirkbereich gelangt. Da keine Berührungsdichtungen verbaut sind, empfiehlt sich bei staubiger oder feuchter Umgebung eine externe Abdichtung der Lagerstelle.
Das Lager weist eine zöllig basierte Bohrung von 34,925 mm, einen Außendurchmesser von 55,563 mm sowie eine Gesamtbreite von 30,15 mm auf. Diese Maße entsprechen den standardisierten Abmessungen der zölligen GEZ-Baureihe. Vor dem Einbau sollten Wellen- sowie Gehäusesitz sorgfältig auf Maßhaltigkeit geprüft werden.
Wartungspflichtige Ausführungen mit Stahl/Stahl-Gleitpaarung vertragen hohe dynamische Wechselbelastungen und Stoßkräfte, erfordern jedoch eine regelmäßige Zufuhr von Schmierstoff. Wartungsfreie Varianten nutzen Trockengleitschichten. Sie kommen ohne Nachschmierung aus, eignen sich aber vorwiegend für konstante, einseitig gerichtete Belastungen ohne starke Stoßanteile.
Die Nachschmierung geschieht über die im Außenring eingebrachte Umfangsnut mit Schmierbohrungen. Schmierstoffkanäle im umgebenden Gehäuse leiten das Schmierfett direkt an die kugelige Gleitzone weiter. Dadurch verteilt sich das Schmiermittel zwischen Innen- und Außenring und schützt die Gleitflächen vor Verschleiß.
Die offene Konstruktion ohne Dichtringe erlaubt einen ungestörten Schmierstofffluss beim Nachschmieren und toleriert größere Kippwinkel ohne Beschädigung elastischer Dichtlippen. Befindet sich die Lagerstelle in einer verschmutzten Umgebung, empfiehlt sich die Montage zusätzlicher externer Dichtelemente wie Radial-Wellendichtringe im Lagergehäuse.
Die sphärische Bauform dient primär der Aufnahme hoher radialer Kräfte bei gleichzeitigen Einstell- und Schwenkbewegungen. Geringe axiale Belastungen in beiden Richtungen lassen sich bauartbedingt ebenfalls übertragen. Reine Radial-Gelenklager sollten jedoch nicht als Haupt-Axiallager eingesetzt werden, da die Geometrie auf Querlasten ausgelegt ist.
Das Nachsetzzeichen ES kennzeichnet bei SKF eine wartungspflichtige Stahl/Stahl-Ausführung mit Schmiernut und Schmierlöchern im Außenring. Diese Kennzeichnung verweist auf die werkseitige Ausstattung zur gezielten Nachschmierung der Kontaktflächen über entsprechende Gehäusebohrungen.
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