NACHI
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Das Pendelrollenlager 23220 EXQW33C3 von NACHI (100x180x60,3 mm) nimmt hohe radiale Belastungen auf und gleicht Fluchtungsfehler der Welle aus.
Das Pendelrollenlager 23220 EXQW33C3 ist ein zweireihiges Rollenlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 für schwere Industrieanwendungen. Das offene Wälzlager besitzt die Hauptabmessungen 100 mm Bohrungsdurchmesser, 180 mm Außendurchmesser sowie 60,3 mm Breite. Ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig und gefertigt nach Toleranzklasse P0/ABEC 1, eignet sich die Komponente für Wellenlagerungen mit Durchbiegungen oder Fluchtungsfehlern. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -30 bis +200 Grad Celsius.
Dieses Pendelrollenlager ist für mechanische Beanspruchungen mit schweren Radialkräften und stoßartigen Lasten konstruiert. Durch die hohlkugelige Außenringlaufbahn stellt sich das Lager winkeleinstellbar auf Wellendurchbiegungen sowie Gehäusefluchtungsfehler ein. Bei kombinierten Axial- und Radialkräften verteilt die zweireihige Rollenanordnung die Belastung gleichmäßig auf die Laufbahnen. Die offene Bauform ermöglicht eine anwendungsspezifische Schmierstoffwahl, sodass das Lager bedarfsgerecht mit Schmierfett oder Schmieröl befüllt werden kann.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieses vergrößerte Betriebsspiel gleicht thermische Ausdehnungen bei Betriebstemperaturen bis +200 Grad Celsius sowie Passungseinflüsse aus, ohne das Lager zu verspannen. Zudem verfügt der Außenring über eine umlaufende Schmiernut mit Schmierbohrungen nach dem W33-Standard. Diese Konstruktion erleichtert das Nachschmieren im eingebauten Zustand, da das Schmiermittel direkt zwischen die beiden Rollenreihen gelangt und die Reibstellen gleichmäßig versorgt.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 100 mm, einen Außendurchmesser von 180 mm und eine Breite von 60,3 mm. Diese genormten Hauptabmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in entsprechende Stehlagergehäuse oder Maschinengehäuse. Vor der Montage sollten Sie die Wellen- und Gehäusesitze auf Übereinstimmung mit diesen Anschlussmaßen prüfen.
Die Lagerluftklasse C3 bietet ein größeres radiales Spiel als ein Standardlager. Das ist wichtig, wenn durch Reibungswärme oder Umgebungstemperaturen bis +200 Grad Celsius Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten. Durch die vergrößerte Radialluft verringert sich die Gefahr, dass sich die Wälzkörper bei Erwärmung verklemmen.
Die umlaufende Schmiernut mit Schmierbohrungen ermöglicht die gezielte Nachschmierung direkt im Betrieb. Über einen Schmiernippel am Gehäuse gelangt das Schmiermittel zentriert zwischen die beiden Kugel- bzw. Rollenreihen. Dadurch verteilt sich das Fett oder Öl gleichmäßig im Lagerinneren, was den Verschleiß mindert und Wartungsabläufe vereinfacht.
Der Stahlblechkäfig führt die tonnenförmigen Rollen präzise und hält das Eigengewicht des Lagers gering. Er weist eine hohe Festigkeit gegenüber stoßartigen Belastungen auf und eignet sich für Betriebstemperaturen zwischen -30 und +200 Grad Celsius. Zudem lässt er ausreichend Freiraum für die Verteilung von Schmierfett oder Schmieröl im Innenraum.
Das Lager wird aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl der Sorte 100Cr6 gefertigt. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Formstabilität und Druckbelastbarkeit der Laufbahnen aus. In Kombination mit der Fertigungstoleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 erfüllt das Bauteil die gängigen Qualitätsstandards für den industriellen Dauereinsatz.
Da es sich um ein offenes Wälzlager ohne integrierte Dichtungen handelt, erfolgt die Abdichtung über das umgebende Gehäuse. Gängige Lösungen sind Labyrinthdichtungen, Filzstreifen oder Wellendichtringe im Gehäusedeckel. Diese externen Schutzmaßnahmen dienen dazu, Schmutzpartikel abzuhalten und das Schmiermittel in der Lagerstelle zu halten.
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