FAG
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Das Pendelrollenlager 23172 -BEA-XL-MB1 von FAG nimmt schwere radiale Lasten bei 360 mm Bohrungsdurchmesser auf und gleicht Fluchtungsfehler aus.
Das Pendelrollenlager 23172 -BEA-XL-MB1 von FAG ist ein zweireihiges Rollenlager für den anspruchsvollen Schwermaschinenbau. Mit einem Außendurchmesser von 600 mm und einer Breite von 192 mm nimmt dieses Wälzlager große Radialkräfte auf. Dank der balligen Rollen und der hohlkugeligen Außenringlaufbahn gleicht das Bauteil Winkelfehler sowie Durchbiegungen der Welle selbsttätig aus. Als Werkstoff dient Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), der zur Ermüdungsfestigkeit im Dauerbetrieb beiträgt.
Dieses Großlager kommt vor allem bei schweren kombinierten Belastungen mit überwiegendem Radialanteil zum Einsatz. Überall dort, wo statische oder dynamische Fluchtungsfehler zwischen Gehäuse und Welle auftreten, trägt die Winkelbeweglichkeit dazu bei, unzulässige Kantenspannungen zu vermeiden. Die Konstruktion ist dafür ausgelegt, auch stoßartigen Belastungen sowie Wellendurchbiegungen standzuhalten, ohne die Funktion der Lagerstelle zu beeinträchtigen.
Bei der Konstruktion der Lagerstelle kommt es auf die Toleranzklassen an. Dieses Modell kombiniert die normale Maßgenauigkeit PN mit der eingeengten Laufgenauigkeit P5. Durch die erhöhte Laufgenauigkeit verringert sich der Rundlauffehler im Betrieb, was die Schwingungsneigung reduziert und die Laufruhe unterstützt. Vor dem Einbau sind die Maße der Anschlusskonstruktion sorgfältig zu prüfen. Bei einem Innendurchmesser von 360 mm erfordert die Montage saubere Passflächen an Welle und Gehäuse.
Die Hauptabmessungen betragen 360 mm Innendurchmesser, 600 mm Außendurchmesser und 192 mm Baubreite. Diese Maße definieren ein standardisiertes Großwälzlager. Für den Einbau müssen Welle und Gehäusebohrung exakt auf diese Anschlussmaße abgestimmt sein, um einen gleichmäßigen Kraftfluss im Betrieb zu ermöglichen.
Die Maßgenauigkeit PN entspricht den normalen Grenzabmaßen für Bohrungs- und Außendurchmesser. Die Laufgenauigkeit P5 bezeichnet hingegen eine eingeengte Toleranzklasse für den Rundlauf. Dadurch läuft das Lager mit reduzierter radialer Abweichung, was die Laufruhe der Welle verbessert und Schwingungen im Gesamtsystem verringert.
Ringe und Rollen bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Dieser Werkstoff bietet eine hohe Härte sowie Formstabilität unter Belastung. Das Gefüge widersteht mechanischen Ermüdungserscheinungen bei schweren Wechselbeanspruchungen, was einen kontinuierlichen Betrieb in Industrieanlagen unterstützt.
Zwei Reihen tonnenförmiger Rollen laufen in einer gemeinsamen hohlkugeligen Außenringbahn. Durch diese geometrische Anordnung können sich die Wälzkörper samt Innenring frei im Außenring einstellen. Winkelfehler durch Durchbiegungen oder Fluchtungsungenauigkeiten werden somit ausgeglichen, ohne dass übermäßige Kantenspannungen entstehen.
Aufgrund des hohen Eigengewichts und der Bohrung von 360 mm sind geeignete Hebewerkzeuge sowie ein thermisches Anwärmen erforderlich. Eine gleichmäßige Erwärmung weitet den Innenring, sodass er sich ohne harte Schläge auf den Wellensitz schieben lässt. Schlagbelastungen auf die Wälzkörper sind strikt zu vermeiden.
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