NACHI
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Das Pendelrollenlager 23222 EXQW33K (110x200x69,8 mm) gleicht Fluchtungsfehler konstruktionsbedingt aus und nimmt schwere radiale Lasten auf.
Das Pendelrollenlager 23222 EXQW33K von NACHI ist ein offenes Rollenlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Mit 110 mm Bohrung, 200 mm Außendurchmesser und 69,8 mm Breite nimmt dieses Wälzlager sehr hohe Radialkräfte sowie beidseitige Axiallasten auf. Durch die gemeinsame hohlkugelige Außenring-Laufbahn stellt sich der Rollensatz bei Wellendurchbiegungen flexibel ein. Das Lager besteht aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und deckt einen Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad Celsius ab.
Das Lager nimmt vor allem dort Kräfte auf, wo hohe radiale Belastungen und Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse zusammentreffen. Durch den geführten Stahlblechkäfig und die Schmiernut mit Schmierbohrungen im Außenring gelangt Schmierstoff direkt zwischen die beiden Rollenreihen. Das unterstützt eine gleichmäßige Schmierfilmverteilung an den Kontaktflächen und mindert Reibung sowie Verschleiß im Dauerbetrieb.
Die Ausführung mit kegeliger Bohrung (Kegel 1:12, Kennzeichen K) erleichtert die Montage auf konischen Wellensitzen oder mithilfe von Spann- und Abziehhülsen auf zylindrischen Wellen. Beim axialen Aufschieben weitet sich der Innenring gezielt auf, wodurch sich die verbleibende Radiallagerluft einstellen lässt. Da das Modell ab Werk mit normaler Lagerluft gefertigt ist, sollte während des Einbaus die Lagerluftminderung gemessen werden, um einen klemmfreien und betriebssicheren Lauf zu unterstützen.
Mit 110 mm Bohrung, 200 mm Außendurchmesser und einer Breite von 69,8 mm besitzt das Lager genormte Hauptabmessungen. Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse P0/PN (vergleichbar mit ABEC 1), was den maßhaltigen Einbau in Standardgehäuse und Lagerstellen ermöglicht.
Das Nachsetzzeichen K verweist auf eine kegelig geformte Innenbohrung mit einem Kegelverhältnis von 1:12. Diese Bauform erlaubt eine flexible Befestigung auf abgestuften Wellen oder mittels Hülse auf durchgehenden Wellen. Der feste Sitz entsteht durch das axiale Aufschieben, welches das radiale Lagerspiel messbar verringert.
Das Merkmal W33 bezeichnet eine umlaufende Schmiernut sowie radiale Schmierbohrungen im Außenring. Diese Konstruktion leitet Schmierfett oder Schmieröl von außen direkt in das Lagerinnere zwischen die beiden Rollenreihen. Dadurch wird der Schmierstoffbedarf gleichmäßig gedeckt, ohne dass Schmiermittel seitlich eingepresst werden muss.
Aufgrund des Werkstoffs aus Wälzlagerstahl 100Cr6 und des Stahlblechkäfigs ist die Komponente für Betriebstemperaturen von -30 bis +200 Grad Celsius ausgelegt. Da es sich um ein ungedichtetes Lager handelt, bestimmt in der Praxis vor allem die Temperaturbeständigkeit des gewählten Schmierstoffs die tatsächliche Einsatzgrenze.
Als offene Variante besitzt das Lager keine integrierten Dichtscheiben. Um das Eindringen von Schmutz, Feuchtigkeit oder Partikeln sowie das Austreten von Schmierstoff zu verhindern, muss die übergeordnete Gehäusekonstruktion mit geeigneten Radial-Wellendichtringen, Labyrinthdichtungen oder Filzstreifen abgedichtet werden.
Das Lager wird mit der genormten normalen Radiallagerluft (CN) ausgeliefert. Dieser Spielraum zwischen Rollen und Laufbahnen ist für Standardbetriebsbedingungen ausgelegt. Bei der Montage mit Spannhülse verringert sich diese Lagerluft planmäßig, weshalb der Festsitz stets über die Luftabnahme kontrolliert werden sollte.
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