STC-Steyr
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Das Pendelrollenlager 23288 CA.K.C3.W33 von STC-Steyr bietet mit 440 mm Bohrung, Messingkäfig und C3-Lagerluft hohe Belastbarkeit für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
Das Pendelrollenlager 23288 CA.K.C3.W33 ist ein offenes Großwälzlager für mechanische Umgebungen mit hohen Radialkräften und axialen Lastanteilen. Durch die hohlkugelige Außenringlaufbahn gleicht diese Bauart Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen im Betrieb aus. Die Fertigung aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 unterstützt die Formstabilität im Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius. Der massive Messingkäfig führt die Rollensätze auch bei dynamischer Beanspruchung formstabil und vibrationsfest.
Dieses Wälzlager kommt vor allem bei schweren Wellenlagerungen mit Durchbiegungen oder Fluchtungsfehlern unter Last zum Einsatz. Die winkeleinstellbare Konstruktion mindert punktuelle Kantenspannungen auf den Rollen. Das Kürzel W33 kennzeichnet eine umlaufende Schmiernut mit Schmierbohrungen im Außenring. Dies ermöglicht das Nachschmieren der Lagerstelle direkt über das umgebende Gehäuse, sodass Schmierstoff gezielt zugeführt werden kann.
Das Nachsetzzeichen K weist auf eine konische Bohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12 hin. Diese Bauform erlaubt die Montage direkt auf einem kegeligen Wellensitz oder die Befestigung mittels Spann- bzw. Abziehhülse auf zylindrischen Wellen. Beim Aufschieben weitet sich der Innenring auf, wodurch sich das radiale Spiel verringert. Die werkseitig vergrößerte Radiallagerluft C3 gleicht diesen Einbauschwund sowie betriebsbedingte Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring aus, damit im laufenden Betrieb ausreichend Betriebsspiel verbleibt.
Mit einer Bohrung von 440 mm, einem Außendurchmesser von 790 mm und einer Breite von 280 mm ist die Ausführung für Normaltoleranzen nach P0 bzw. ABEC 1 gefertigt. Diese Hauptabmessungen bilden die Grundlage für die Auslegung von Welle und Lagergehäuse.
Eine umlaufende Schmiernut und radiale Schmierbohrungen im Außenring kennzeichnen das Merkmal W33. Dadurch gelangt frisches Schmiermittel bei der Instandhaltung direkt in den Bereich zwischen den Rollenreihen. Dies unterstützt eine gleichmäßige Schmierstoffverteilung über die gesamte Laufbahn.
Die Lagerluftklasse C3 weist ein größeres radiales Spiel als die Standardlagerluft auf. Bei Lagern mit konischer Bohrung verringert sich das Spiel beim Aufpressen auf den kegeligen Sitz oder eine Hülse. Die C3-Ausführung trägt dazu bei, dass nach der Montage und unter Erwärmung ein passendes Restspiel erhalten bleibt.
Messingkäfige führen die Wälzkörper auf festem Abstand und verhindern die direkte Berührung benachbarter Rollen. Das Material zeichnet sich durch gute Dämpfungseigenschaften aus. Bei großen Pendelrollenlagern eignet sich die Messingausführung für wechselnde Drehzahlen und dynamische Kräfte.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung keine integrierten Dicht- oder Deckscheiben. Die Abdichtung gegen Verunreinigungen und Feuchtigkeit sowie der Schmierstoffrückhalt erfolgen extern über das Lagergehäuse. Die offene Bauweise erlaubt zudem eine unkomplizierte Nachschmierung und Reinigung.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Der verwendete Wälzlagerstahl 100Cr6 bleibt innerhalb dieser Grenzen maßstabil. Schmierstoffe und Gehäusedichtungen sollten ebenfalls auf diese thermischen Einsatzbedingungen abgestimmt sein.