SKF
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Zweireihiges SKF Pendelkugellager 1211 EKTN9 mit 55 mm Kegelbohrung (1:12) und Polyamidkäfig für Betriebstemperaturen von -30 bis +120 Grad.
Das SKF Pendelkugellager 1211 EKTN9 ist ein zweireihiges Wälzlager mit 55 mm Bohrung, 100 mm Außendurchmesser und 21 mm Breite. Durch die hohlkugelige Laufbahn im Außenring gleicht die Bauform Schiefstellungen der Welle aus. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6, arbeitet das offene Lager im Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad. Bei rotierenden Anwendungen führt der integrierte Polyamidkäfig die beiden Kugelreihen reibungsarm.
Die Ausführung bewährt sich an Lagerungsstellen, an denen Wellendurchbiegungen auftreten oder Fluchtungsfehler zwischen Gehäuse und Welle entstehen. Durch die winkeleinstellbare Bauweise bleibt die Tragfähigkeit auch bei Schrägstellungen erhalten. Als offenes Lager lässt sich die Bauform gezielt mit anwendungsspezifischem Schmierfett oder Schmieröl versorgen. Typische Einsatzorte finden sich im allgemeinen Maschinenbau bei durchgehenden Wellen, die eine Winkeleinstellung verlangen.
Das Nachsetzzeichen K kennzeichnet die kegelige Bohrung im Verhältnis 1:12. Diese Form erlaubt die Montage auf kegeligen Wellensitzen oder mithilfe passender Spann- und Abziehhülsen auf zylindrischen Wellen. Über den axialen Verschiebeweg stellen Monteure die normale radiale Lagerluft ein. Das Kürzel TN9 steht für den formstabilen Polyamidkäfig, der das Lagergewicht senkt. Vor dem Einbau ist die jeweils vorgesehene Befestigungsmethode abzugleichen.
Das Lager besitzt einen Bohrungsdurchmesser von 55 mm, einen Außendurchmesser von 100 mm sowie eine Breite von 21 mm. Die Innenbohrung ist mit einem Kegelverhältnis von 1:12 ausgeführt, während der Außenring zylindrisch gefertigt ist. Diese Maße entsprechen den genormten Vorgaben für zweireihige Pendelkugellager dieser Baugröße.
Eine konische beziehungsweise kegelige Bohrung verjüngt sich im Verhältnis 1:12 über die Lagerbreite. Diese Bauweise ermöglicht die Montage auf kegeligen Wellenzapfen oder unter Verwendung einer Adapterhülse wie einer Spannhülse auf glatten Wellen. Dadurch lässt sich der feste Sitz auf der Welle gezielt einstellen.
Der Polyamidkäfig trennt die Wälzkörper beider Kugelreihen und verhindert den direkten Kontakt der Kugeln untereinander. Gegenüber metallischen Käfigen punktet der Werkstoff Polyamid durch ein geringeres Bauteilgewicht, Dämpfung von Schwingungen und ruhigen Lauf. Der Käfig ist für den Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad ausgelegt.
Da offene Lager ohne integrierte Dichtscheiben ausgeführt sind, ist vor der Inbetriebnahme eine anwendungsspezifische Schmierung mit Schmierfett oder Schmieröl erforderlich. Zudem empfiehlt sich eine externe Gehäuseabdichtung, um das Wälzlager vor dem Eindringen von Verunreinigungen und Feuchtigkeit zu schützen.
Das Modell ist nach der Normaltoleranz P0 beziehungsweise PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Toleranzklasse deckt die Standardanforderungen im industriellen Maschinenbau ab und bietet aufeinander abgestimmte Maß- sowie Rundlaufgenauigkeiten für Wellen und Gehäusebohrungen im üblichen Toleranzfeld.
Die Besonderheit liegt im Außenring, dessen innere Laufbahn als durchgehende Hohlkugelfläche geformt ist. Die beiden Kugelreihen des Innenrings können sich innerhalb dieser Kugelfläche frei neigen. Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse oder Durchbiegungen langer Wellen gleicht das Lager dadurch im laufenden Betrieb ohne erhöhten Kantenverschleiß aus.
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