SKF
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Das Pendelkugellager 2201 ETN9 von SKF mit 12 mm Bohrung gleicht Fluchtungsfehler bei Wellendurchbiegungen im Betrieb selbsttätig aus.
Dieses zweireihige Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) führt zwei Kugelkränze auf einer gemeinsamen hohlkugeligen Außenringlaufbahn. Durch diese Konstruktion reagiert das Lager unempfindlich auf Fluchtungsfehler oder dynamische Wellendurchbiegungen zwischen Welle und Gehäuse. Mit den Hauptabmessungen von 12 mm Innen- und 32 mm Außendurchmesser bei einer Breite von 14 mm eignet sich das Modell für kompakte Lagerungsanordnungen mit vorrangig radialen Belastungen.
Das Lager wird vor allem dort eingesetzt, wo Wellendurchbiegungen oder Fluchtungsfehler zwischen zwei Lagerstellen auftreten können, ohne dass zusätzliche Reibung oder Kantenpressung entstehen darf. Typische Einsatzbereiche sind kompakte Wellenführungen sowie Konstruktionen mit getrennten Gehäusen im allgemeinen Maschinenbau. Als offene Ausführung ohne integrierte Dichtung läuft das Lager leicht an und lässt sich flexibel über die Gehäusekonstruktion mit Fett oder Öl versorgen.
Der Polyamidkäfig reduziert durch seine geringe Masse die Trägheitskräfte bei schnellen Beschleunigungen und unterstützt einen ruhigen Lauf. Zudem trägt das Polyamidmaterial zur Schwingungsdämpfung während des Betriebs bei. In Verbindung mit der normalen Radiallagerluft und der Standard-Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 deckt das Lager einen breiten Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad ab. Da das Lager offen ausgeführt ist, erfordert die Konstruktion eine saubere Einbauumgebung.
Ein Pendelkugellager besitzt eine durchgehende hohlkugelige Laufbahn im Außenring, auf der sich die beiden Kugelreihen frei einstellen können. Dadurch gleicht das Bauteil Winkelfehler zwischen Welle und Gehäuse selbsttätig aus, was Kantenpressung mindert und die Reibung bei Wellendurchbiegungen gering hält.
Das Wälzlager verfügt über eine zylindrische Bohrung von 12 mm, einen Außendurchmesser von 32 mm und eine Breite von 14 mm. Der Innenring ist in Standardausführung gefertigt und passt auf zylindrische Wellensitze.
Die Buchstabenkombination kennzeichnet eine optimierte Innenkonstruktion in Verbindung mit einem Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch geringe Reibung sowie geringe Trägheit aus und ist für Betriebstemperaturen von bis zu +120 Grad ausgelegt.
Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, befindet sich ab Werk keine permanente Fettfüllung im Inneren. Das Lager muss bei der Montage über eine externe Fett- oder Ölversorgung geschmiert und durch geeignete Gehäusedichtungen vor Verunreinigungen geschützt werden.
Die normale Radiallagerluft bietet im montierten Zustand ausreichendes Radialspiel für übliche Passungen und Standardbetriebstemperaturen. Sie trägt dazu bei, Verspannungen zwischen Innenring und Außenring zu vermeiden, solange keine außergewöhnlichen Temperaturunterschiede zwischen Welle und Gehäuse auftreten.
Für das Wälzlager aus 100Cr6 mit Polyamidkäfig ist ein Einsatzbereich von -30 bis +120 Grad spezifiziert. Innerhalb dieser Grenzen behalten die Ringe ihre Formstabilität und der Käfigwerkstoff seine Festigkeit, sofern das Schmiermittel für diese Spanne ausgelegt ist.
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