NACHI
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Zweireihiges Pendelkugellager 2209 GK von NACHI mit konischer Bohrung (1:12), 45 mm Innendurchmesser und Polyamidkäfig für flexible Wellenlagerungen.
Das Pendelkugellager 2209 GK ist ein zweireihiges Wälzlager des Herstellers NACHI, das für anspruchsvolle Drehbewegungen konstruiert wurde. Durch die durchgehende hohlkugelige Außenringlaufbahn gleicht diese Konstruktion Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen im laufenden Betrieb selbsttätig aus. Das Modell besitzt eine konische Bohrung und besteht aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Es bietet eine saubere Führung der Kugelkränze durch den leichten Polyamidkäfig und weist eine normale Radiallagerluft auf.
Dieses Pendellager kommt vor allem dort zum Tragen, wo elastische Durchbiegungen der Welle oder Fluchtungsfehler zwischen Lagersitzen ausgeglichen werden müssen. Typische Einsatzbereiche umfassen industrielle Wellenlagerungen mit größeren Stützweiten oder konstruktionsbedingten Fluchtungsungenauigkeiten. Da das Lager Winkelfehler im Betrieb zulässt, mindert es unerwünschte Kantenspannungen wirksam. Die zweireihige Ausführung ist primär für radiale Hauptlasten bei gleichzeitig moderaten axialen Kräften in beiden Richtungen ausgelegt.
Die kegelige Innenform mit dem Verhältnis 1:12 dient der direkten Montage auf konischen Wellensitzen oder dem Einbau mithilfe von Spann- und Abziehhülsen auf zylindrischen Wellen. Über den axialen Verschiebeweg beim Aufpressen lässt sich die verbleibende Radiallagerluft im System gezielt justieren. Da es sich um eine offene Bauform ohne Dichtscheiben handelt, wählen Anwender das Schmiermittel je nach Einsatzfall frei und stimmen die externe Gehäuseabdichtung flexibel auf die Umgebungsbedingungen ab.
Zweireihige Kugelkränze rollen auf einer gemeinsamen hohlkugeligen Außenringlaufbahn ab. Dadurch gleicht das Lager Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring dynamisch aus. Die Fertigung aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) sowie die normale Radiallagerluft tragen zu einem ruhigen Lauf bei radialen Dauerbelastungen im Maschinen- und Anlagenbau bei.
Mit einem Bohrungsdurchmesser von 45 mm, einem Außendurchmesser von 85 mm und einer Gesamtbreite von 23 mm entspricht die Geometrie den Standardmaßen. Die Innenbohrung ist kegelig im Steigungsverhältnis 1:12 ausgeführt, was den Einbau auf entsprechenden Wellenzapfen oder Standard-Spannhülsen ermöglicht.
Ein Käfig aus Polyamid führt die beiden Kugelreihen mit geringer Eigenmasse und dämpft Laufgeräusche. Das elastische Material nimmt stoßartige Belastungen elastisch auf und unterstützt reibungsarme Laufeigenschaften. Der zulässige Temperatureinsatzbereich liegt dabei zwischen -30 und +120 Grad Celsius.
Offene Wälzlager besitzen ab Werk keine integrierten Dichtscheiben. Dies erlaubt eine freie Integration in geschmierte Kreisläufe oder Lagereinheiten mit anwendungsspezifischer Fettfüllung. Der Einsatz erfordert eine externe Gehäuseabdichtung zum Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit.
Die Fertigung erfolgt in der Standard-Toleranzklasse P0/PN (entsprechend ABEC 1). Diese Genauigkeitsklasse deckt die Anforderungen industrieller Antriebe und Standard-Konstruktionen praxisgerecht ab, ohne dass Sonderpassungen für Spezialanwendungen erforderlich sind.
Der zulässige Betriebsbereich erstreckt sich von -30 bis +120 Grad Celsius. Sowohl der Werkstoff 100Cr6 als auch der integrierte Polyamidkäfig sind für dieses Temperaturfenster ausgelegt. Ein Betrieb oberhalb dieser Spanne erfordert gesonderte thermische Freigaben.
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